Eckdaten zur Geschichte des Buchhandels in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland seit 1945

Von der „Vereinigung des rheinisch-westfälischen Buchhandels“ zum „Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.

1945
Gründung der „Vereinigung des rheinisch-westfälischen Buchhandels" am 9. August in Düsseldorf – 97 Delegierte vertreten 66 Verlage und 100 Sortimentsbuchhandlungen.

1946
Umwandlung der „Vereinigung“ in den „Rheinisch-Westfälischen Buchhändlerverband“; auf der ersten ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 1947 werden die Fachgruppen „Handel“ und „Verlag“ eingerichtet.

Gründung der „Buchhändlerschule des Rheinisch-Westfälischen Buchhandels" in Rodenkirchen bei Köln. 1952 wird die Schule durch den Börsenverein übernommen und in „Deutsche Buchhändlerschule“ umbenannt. 1962 erfolgt der Umzug nach Seckbach bei Frankfurt am Main.


1947
Gründung der „Buchhändler-Vereinigung GmbH“ in Frankfurt am Main durch die buchhändlerischen Landesverbände.

1948
Erneute – die dritte innerhalb von drei Jahren - Umbenennung des heutigen Landesverbandes in „Rheinisch-Westfälischer Verleger- und Buchhändlerverband".

Gründung des „Börsenvereins Deutscher Verleger- und Buchhändler-Verbände“ als Zusammenschluss der buchhändlerischen Landesverbände der amerikanischen und britischen Besatzungszonen.

1949
Die Frankfurter Buchmesse findet zum ersten Male statt.

1950
Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird erstmals verliehen.

1954
Der Beruf des Buchhändlers wird zu einem staatlich anerkannten Lehrberuf.

1955
Der Börsenverein ändert seine Satzung und wandelt sich von einem "Verein der Verbände" zum „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ mit persönlicher Mitgliedschaft.

1957
Die Bundesrepublik gibt sich ihr Kartellgesetz, in dem der feste Ladenpreis für Bücher ausdrücklich anerkannt wird.

1964
Einführung der buchhändlerischen Verkehrsnummer.

1965
Formulierung des Sammelrevers.

1971
Der „Rheinisch-Westfälische Verleger- und Buchhändlerverband" wird zum „Verband der Verlage und Buchhandlungen in Nordrhein-Westfalen e.V.“ mit Firmenmitgliedschaft statt der bisherigen persönlichen.

Das „VlB“ (Verzeichnis lieferbarer Bücher) erscheint zum ersten Mal

1972
Der Börsenverein ersetzt ebenfalls die persönliche Mitgliedschaft durch die Firmenmitgliedschaft.

Gründung des Rechenzentrum Buchhandel GmbH.

1975
Der Börsenverein feiert sein 150jähriges Bestehen.

1991
Zusammenschluss der beiden Deutschen Börsenvereine (Leipzig und Frankfurt am Main).

2002
Am 1. Oktober tritt das im Juni vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Sicherung der Buchpreisbindung in Kraft.

2003
Der Börsenverein und die Landesverbände schließen sich zu einem Gesamtverein zusammen. Der „Verband der Verlage und Buchhandlungen in Nordrhein-Westfalen e.V.“ firmiert künftig als „Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.“ und ist zu diesem Zeitpunkt mit ca. 1.600 Mitgliedsfirmen, ungefähr 1.200 Buchhandlungen und 400 Verlagen, der größte Landesverband.

2006
Seit 1995 existiert der Arbeitgeberverband der Verlage und Buchhandlungen in NRW e.V.
Auf seiner letzten Hauptversammlung am 21. November 2006 hat der Verband sich eine neue Satzung gegeben, um entsprechend den juristischen Vorschriften unabhängig vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels - Landesverband Nordrhein-Westfalen zu sein. Die laufende Arbeit des Arbeitgeberverbandes wird von der Geschäftsstelle des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels - Landesverband NRW e. V. betreut.


Die Mitglieder des Börsenvereins haben 2011 beschlossen, dass der Landesverbands NRW  zum 1.1.2012 mit dem Bundesverband fusioniert.
Informationen dazu finden Sie auf den Seiten zur Verbandsreform.


Anmerkung: Ein Großteil der hier genannten Daten entstammt dem Vortrag
„Der Buchhandel in Nordrhein-Westfalen seit 1945", den Prof. Dr. Heinz Finger zum Jubiläum des Landesverbandes im Jahre 1995 hielt. Diesen Vortrag können Sie als PDF herunterladen.
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Woher kommt der Name?

Die sogenannte „Buchhändler-Börse“ regelte auf privater Ebene seit 1792 im Rahmen der Leipziger Buchmesse die Abrechnung der Buchhändler und Verleger. Daraus entstand am 30. April 1825 der Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig – mit sechs Leipziger und 95 auswärtigen Firmen der erste über alle damaligen Ländergrenzen hinweg handelnde Berufsverband.

Anfänglich nur zur Weiterführung der Börse eingerichtet, entwickelte sich der Verband schon bald zu einer Vertretung des gesamten Berufsstandes. Dazu gehörte der Kampf gegen die staatliche Zensur und das Engagement für eine Urhebergesetzgebung.