Ausgezeichnete Werke März 2019

 

Ausgezeichnete Werke

Im Frühjahr 2019 wählte die Jury folgende 17 Werke zur Förderung aus:

  • H.G. Adler: Nach der Befreiung. Gedanken zu einer Soziologie der Shoah. Ausgewählte Essays“ (Wallstein Verlag)
  • Daniel Brewing: „Im Schatten von Auschwitz. Deutsche Massaker an polnischen Zivilisten 1939–1945“ (wbg Academic)
  • Dan Diner: „Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur“ (J.B. Metzler)
  • Reinhard Feldmeier, Hermann Spieckermann: „Menschwerdung“ (Mohr Siebeck)
  • Mihai-D. Grigore: „Neagoe Basarab – Princeps Christianus. Christianitas-Semantik im Vergleich mit Erasmus, Luther und Machiavelli (1513–1523)“ (Peter Lang)
  • Dieter Gosewinkel: „Schutz und Freiheit? Staatsbürgerschaft in Europa im 20. und 21. Jahrhundert“ (Suhrkamp)
  • Stefan Höhne: „New York City Subway. Die Erfindung des urbanen Passagiers“ (Böhlau Verlag)
  • Matthias Häussler: „Der Genozid an den Herero. Krieg, Emotion und extreme Gewalt in Deutsch-Südwestafrika“ (Velbrück Wissenschaft)
  • Thomas Kaufmann: „Erlöste und Verdammte. Eine Geschichte der Reformation“ (C.H.Beck)
  • Christina Morina: „Die Erfindung des Marxismus. Wie eine Idee die Welt eroberte“ (Random House)
  •  Alexander Peukert: „Kritik der Ontologie des Immaterialgüterrechts“ (Mohr Siebeck)
  • Josef H. Reichholf: „Schmetterlinge. Warum sie verschwinden und was das für uns bedeutet.“ (Hanser Verlag)
  • Korinna Schönhärl: "Finanziers in Sehnsuchtsräumen. Europäische Banken und Griechenland im 19. Jahrhundert“ (Vandenhoeck & Ruprecht)
  • SuSusanna Schrafstetter: „Flucht und Versteck. Untergetauchte Juden in München – Verfolgungserfahrung und Nachkriegsalltag“ (Wallstein Verlag)
  •  Martina Steber: „Die Hüter der Begriffe. Politische Sprachen des Konservativen in Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland, 1945–1980“ (De Gruyter)
  • Riccarda Suitner: „Die philosophischen Totengespräche der Frühaufklärung“ (Felix Meiner Verlag)
  • Peter Waldmann: „Der konservative Impuls. Wandel als Verlusterfahrung“ (Hamburger Edition)

Sonderpreis

Korinna Schönhärl erhält den Sonderpreis des Programms „Geisteswissenschaften International“ (GWI). Der Preis zur Förderung herausragender geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung zeichnet die Leiterin des Heisenberg-Projekts "Internationale Kulturgeschichte der Steuermoral" an der Goethe-Universität Frankfurt für ihr Buch  „Finanziers in Sehnsuchtsräumen. Europäische Banken und Griechenland im 19. Jahrhundert“ (Vandenhoeck & Ruprecht) aus.

Die Begründung der Jury: „Das Buch von Korinna Schönhärl bietet einen ergiebigen Schlüssel zum Verständnis der griechischen Geschichte im 19. Jahrhundert – und darüber hinaus eine transnationale Perspektive auf Europa. Die Verfasserin zieht vernünftigerweise keine Parallelen zur griechischen Finanzkrise der letzten Jahre. Aber der Glaube, dass Privatisierung ein Allheilmittel sei und wirtschaftliche Effizienz garantiere – dieser Glaube wird dem Leser gründlich ausgetrieben.“