Presse-Information

Digital Business: Studie zu digitalen Vertriebswegen und Umsätzen von Verlagen

26.01.2018

Verlage erwirtschaften rund zwölf Prozent ihrer Umsätze mit digitalen Produkten / Ein Drittel der Verlagsumsätze über Onlinekanäle / IG Digital veröffentlicht Ergebnisse einer Umfrage unter Buchverlagen / Ergebnisse zum Download

Vom Onlineverkauf gedruckter Bücher über die Nutzung von Streamingdiensten bis hin zu E-Book oder Apps: Digital generierte Umsätze spielen in Verlagen mittlerweile eine große Rolle. Das zeigt die Umfrage „Umsatz der Verlage über digitale Vertriebswege“, die die Interessengruppe (IG) Digital des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels heute auf der Konferenz future!publish dem Branchenpublikum vorstellt. 

Die Kernergebnisse:

  • Durchschnittlich erwirtschaften große Verlage (mehr als 10 Mio. Euro Jahresumsatz) 12,5 Prozent ihrer Umsätze mit digitalen Produkten, kleine Verlage 10,8 Prozent. Ein Drittel der kleinen Verlage (unter 1 Mio. Euro Jahresumsatz) erzielt damit keine Umsätze. Zu digitalen Produkten zählen etwa E-Books, Hörbuch-Downloads, PDFs, Streaming-Angebote, Nutzungslizenzen für Datenbanken, Webinare, Games oder Apps.
  • Verlage mit belletristischem Schwerpunkt profitieren überdurchschnittlich stark vom digitalen Geschäft: Ein Viertel ihrer Umsätze (25,3 Prozent) erlangen sie durch digitale Produkte.
  • Durchschnittlich erwirtschaften Verlage rund ein Drittel ihrer Gesamtumsätze mit physischen und digitalen Produkten über digitale Vertriebswege. Dazu gehören etwa Online-Shops oder Streaming-Dienstleister. Mehr als 30 Prozent der kleinen Verlage macht so sogar mehr als die Hälfte ihres Umsatzes.
  • Ein Großteil der Verlage erzielt Umsätze mit E-Books: Rund drei Viertel der mittleren und großen Verlage und rund 60 Prozent bei den kleinen. Der Anteil der E-Book-Downloads an den Gesamtumsätzen der Verlage beträgt durchschnittlich rund sechs Prozent.
  • Mehr als zwei Drittel der Verlage sind auf digitalen Plattformen präsent. 61,1 Prozent der großen Verlage nutzen Streaming-, Flatrate- oder Leihmodelle. Starke Umsatzbringer sind die Modelle bislang aber nicht: 33,3 Prozent der Verlage, die solche Modelle einsetzen, verzeichnen dort unter fünf Prozent ihrer Umsätze, 38,5 Prozent gar keine.

„Die Umfrage zeigt, dass der digitale Markt gerade auch für kleinere Verlage große Chancen bietet. In ihm können sie sich einen hervorragenden Zugang zu ihren Zielgruppen erschließen. Durch die Umfrage kann die gesamte Branche ein besseres Verständnis für die Relevanz des digitalen Marktplatzes entwickeln“, sagt Michael Döschner-Apostolidis, Sprecher der IG Digital.

An der Umfrage, die die Peergroup Markt & Marketing der IG Digital initiiert hatte, beteiligten sich im September letzten Jahres 226 Mitgliedsverlage des Börsenvereins. Einige Fragen wurden nicht von allen teilnehmenden Verlagen beantwortet und bieten so nur Tendenzaussagen. Dennoch lassen sich mit Fokus auf die Umsatzgrößenklassen erste Erkenntnisse über Verlage innerhalb der einzelnen Größenklassen gewinnen.

Die Ergebnisse der Umfrage sind auf den Seiten der IG Digital abrufbar: http://bit.ly/digitalumsatz

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