Informationen

Slider VG Wort 2018

Die VG WORT hat seit Anfang November 2017 Verfahren entwickelt, die eine Teilnahme der Verlage an den Ausschüttungen im Jahr 2018 ermöglichen. 

 Der Verlag kann an den gesetzliche Vergütungsansprüchen beteiligt werden, wenn

-          der Autor, der mit der VG WORT einen Wahrnehmungsvertrag hat, zustimmt oder

-          der Autor, der keinen Wahrnehmungsvertrag mit der VG WORT hat, die gesetzlichen Vergütungsansprüche dem Verlag nachträglich abtritt.

Die Zustimmung wird bei der Meldung des Autors (im Bereich Wissenschaft, Fachbuch, Sachbuch) bzw. bei der Abgabe von Titelanzeigen (im Bereich Belletristik und Kinder- und Jugendbuch) zukünftig von der VG WORT abgefragt. Hierauf können Verlage ihre Autoren hinweisen. Tätig werden müssen Verlage dann, wenn sie sich von Urhebern, die keinen Wahrnehmungsvertrag mit der VG WORT haben, die gesetzlichen Vergütungsansprüche abtreten lassen wollen. Das Muster einer Abtretungserklärung steht im Mitgliederbereich und kann hier abgerufen werden. Da Verlage meistens nicht wissen, welche ihrer Autoren wahrnehmungsberechtigt sind, hat die Rechtsabteilung für seine Mitglieder Musteranschreiben erstellt, die die beiden Varianten „Zustimmung“ und „Abtretung“ ansprechen. Die Muster sind im Mitgliederbereich für den Bereich „Wissenschaft und Sachbuch“ sowie für den Bereich „Belletristik und Kinderbuch“ abrufbar.

 

Verlage, die sich dafür entscheiden, ihre Autoren um Abtretungen zu bitten, müssen das Folgende beachten: Die Werke, für die der Verlag Abtretungen erhält, müssen noch bei der VG WORT gemeldet werden. Leider wird diese Meldung voraussichtlich erst ab dem 15.1.2018 technisch möglich sein, die Meldefrist für eine Ausschüttung im Jahr 2018 läuft jedoch schon am 31.1.2018 ab. Das Zeitfenster für die Einholung der Abtretungen, vor allem aber für die Meldung ist daher sehr kurz. Eine verspätete Meldung führt regelmäßig dazu, dass der Verlag erst 2019 eine Ausschüttung erhalten wird.

 

Das Merkblatt "Zukünftige Ausschüttungen an Verlage" wurde aktualisiert und enthält ausführliche Informationen rund um Zustimmung und Abtretung. Auch die VG WORT hat ein Merkblatt für Verlage und eins für Urheber erstellt, die unter „Aktuelles“ auf www.vgwort.de abrufbar sind. 

 

Zum Hintergrund

Die VG WORT verteilte seit 1958 die Einnahmen aus gesetzlichen Vergütungsansprüchen (Entschädigungszahlungen für gesetzlich erlaubte Nutzungen urheberrechtlich geschützter Werke wie z.B. private Kopien oder den Verleih von Büchern durch Bibliotheken) nach gemeinsam festgelegten Quoten an Urheber und Verlage. Die Beteiligung der Verlage wurde durch Urteile des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesgerichtshof für unzulässig erklärt. Im Jahr 2016 haben Verlage daher keine Ausschüttung mehr erhalten. Den Verlagsanteil der Jahre 2012 bis 2015 hat die VG WORT bereits zurückgefordert, die Neuverteilung an die Urheber wurde beschlossen.

Autoren, die in den Jahren 2012 bis 2015 sowie 2016 Ausschüttungen erhalten haben, werden demnächst von der VG WORT eine Nachzahlung für diese Jahre erhalten, es sei denn, sie haben zugunsten ihrer Verlage auf die Nachforderungsansprüche verzichtet. Die Frist lief am 28. Februar 2017 ab.

Kontakt für Fragen

Rechtsabteilung: 069 / 1306-314, E-Mail: rechtsabteilung@boev.de

Verleger-Ausschuss: 069 / 1306-325, E-Mail: fachausschuesse@boev.de

Sie können sich auch an die Geschäftsstelle Ihres Landesverbands wenden, der Ihre Fragen beantwortet oder Ihnen einen Ansprechpartner beim Bundesverband vermittelt.