Projekte des Börsenvereins und der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins

Eine Übersicht weiterer Projekt-Webseiten des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

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Bedrohte Verleger*innen und Buchhändler*innen weltweit

Aktuelle Fälle

Verfolgte Verleger*innen und Buchhändler*innen durch Protest- und Solidaritätsschreiben unterstützen

Bücher verlegen und verkaufen ist vielerorts gefährlich. In zahlreichen Ländern der Welt werden Verleger und Buchhändler verfolgt – weil sie ihrer Arbeit nachgehen und von ihrem Recht auf Meinungs- und Publikationsfreiheit Gebrauch machen. Wählen Sie eine Region aus, informieren Sie sich und werden Sie aktiv, indem Sie Solidaritäts- oder Protestschreiben verfassen. Setzen Sie sich für diese Menschen ein und zeigen Sie ihnen, dass sie nicht alleine stehen in ihrem Einsatz für das Wort und die Freiheit.

Gemeinsam mit Partnern setzen wir uns auch für verfolgte Autor*innen und Journalist*innen ein:

PEN
Reporter ohne Grenzen

Für folgende Länder sind uns Fälle bekannt
Ägypten, Bangladesh, China, Indien, Iran, Malaysia, Myanmar, Pakistan, Türkei, Vietnam, Weissrussland


Ägypten

Khaled Lotfy

Inhaftiert

Der Buchhändler und Verleger Khaled Lotfy wurde im April 2019 vom ägyptischen Militärkassationsgericht wegen der Veröffentlichung eines Buches zu fünf Jahren Haft verurteilt. Dabei handelt es sich um die arabische Übersetzung des Titels The Angel: The Egyptian Spy Who Saved Israel von Uri Bar-Joseph, als Verfilmung The Angel (2018) gerade auf Netflix zu sehen. Mit der Veröffentlichung des Buches soll er Militärgeheimnisse preisgegeben haben. Gemeinsam mit seinen Brüdern hat Lotfy 2011 in Kairo die Buchhandlung Tanmia gegründet. Tanmia verlegt auch Bücher: Übersetzungen internationaler Titel ins Arabische sowie originär arabische Literatur. Für seine Arbeit erhielt der Verlag u.a. den Etisalat Prize for Arabic Children’s Literature. Khaled Lotfy wurde am 21. Juni 2019 in seiner Abwesenheit während der Buchmesse in Seoul für seinen besonderen Einsatz für den Erhalt und die Förderung der Meinungs- und Publikationsfreiheit mit dem Prix Voltaire ausgezeichnet. Am 24. Dezember 2019 wurde nach elf Aufschüben Lotfys letztmöglicher Widerspruch vor dem Militärgericht abgelehnt.

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Dar Merit Verlag

Opfer staatlicher Willkür

Seit seiner Gründung im Jahre 1998 hat sich der Kairoer Verlag Dar Merit immer wieder gegen Zensur ausgesprochen. Im Jahr 2011 unterstützte er die Ägyptische Revolution, indem er seine Türen für schutzsuchende Demonstranten öffnete. Der Verlag, der bekannt dafür ist, junge und experimentelle Literatur zu publizieren, wurde schon zweimal Opfer von Razzien. Bei der letzten Razzia im November 2017 wurden Bücher des Verlags beschlagnahmt und ein Verlagsmitarbeiter vorübergehend festgenommen.

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Al-Balad Buchhandlung

Opfer staatlicher Willkür

Bei einer Razzia am 24. September 2017 wurden zwei Mitarbeiter der Kairoer Buchhandlung Al-Balad vorübergehend festgenommen. Laut Gerichtsbeschluss sollte die Buchhandlung, die sich in unmittelbarer Nähe zum Tahrir-Platz befindet, geschlossen und ihr Geschäftsführer festgenommen werden. Die Buchhandlung gehört dem Präsidenten der Sozialdemokratischen Partei Ägyptens, Farid Zaman.

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