Projekte des Börsenvereins und der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins

Eine Übersicht weiterer Projekt-Webseiten des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

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Bedrohte Verleger*innen und Buchhändler*innen weltweit

Aktuelle Fälle

Verfolgte Verleger*innen und Buchhändler*innen durch Protest- und Solidaritätsschreiben unterstützen

Bücher verlegen und verkaufen ist vielerorts gefährlich. In zahlreichen Ländern der Welt werden Verleger und Buchhändler verfolgt – weil sie ihrer Arbeit nachgehen und von ihrem Recht auf Meinungs- und Publikationsfreiheit Gebrauch machen. Wählen Sie eine Region aus, informieren Sie sich und werden Sie aktiv, indem Sie Solidaritäts- oder Protestschreiben verfassen. Setzen Sie sich für diese Menschen ein und zeigen Sie ihnen, dass sie nicht alleine stehen in ihrem Einsatz für das Wort und die Freiheit.

Gemeinsam mit Partnern setzen wir uns auch für verfolgte Autor*innen und Journalist*innen ein:

PEN
Reporter ohne Grenzen

Für folgende Länder sind uns Fälle bekannt
Ägypten, Bangladesh, China, Indien, Iran, Malaysia, Myanmar, Pakistan, Türkei, Vietnam, Weissrussland


Vietnam

Pham Doan Trang

Pham Doan Trang

Inhaftiert

Pham Doan Trang ist Autorin zahlreicher Bücher, Journalistin und Aktivistin. Ihre Arbeit widmet sich den Themen LGBT-Rechte, Frauenrechte, Umweltfragen, Polizeibrutalität, Unterdrückung von Aktivisten, Landrechte und Wahlgesetzgebung. Am 14. Februar 2019 gründete sie gemeinsam mit weiteren vietnamesischen Aktivisten in Ho Chi Minh Stadt das Liberal Publishing House. Das Ziel des gemeinnützigen Verlags ist es, unzensiert politische Schriften zu publizieren, die die gegenwärtige vietnamesische Regierung kritisieren. Das vietnamesische Gesetz erlaubt es der Regierung, hart gegen solche Publikationen vorzugehen. Auf die Publikation „staatsfeindlicher“ Schriften steht ein Höchstmaß von 20 Jahren im Gefängnis. Aufgrund der großen Gefahr, in der sich die Verlagsmitarbeiter befinden, müssen sie ihre Bücher an unbekannten Orten editieren und herstellen. Mehrere Menschen, die Bücher des Verlagshaus bezogen haben, wurden verhört, eingeschüchtert und sogar gefoltert. Im November 2019 haben sich Human Rights Watch und Amnesty International öffentlich für den Verlag eingesetzt. Im Juni 2020 wurde das Liberal Publishing House vom Internationalen Verlegerverband IPA mit dem Prix Voltaire ausgezeichnet. Die voraufgezeichnete Dankesrede hielt Pham Doan Trang, die daraufhin ihre Arbeit für das Liberal Publishing House aufgrund von persönlichen Angriffen des Staates gegen sie beendete. Doch auch das brachte ihr keine Sicherheit. Am 6. Oktober 2021 wurde Trang unter dem Vorwurf inhaftiert, sie habe Informationen und Material "hergestellt, gespeichert oder verbreitet", die gegen den vietnamesischen Staat gerichtet sind.

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