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Ausgabe August 2026
Vertriebswege Sortimentsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- und Warenhaus, Elektro- und Drogeriemarkt (jeweils Barumsatz) sowie E-Commerce
1. Gesamt
Veränderung Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Juli 2026 lag der Umsatz in den fünf Vertriebswegen 1,6 Prozent unter dem vom Juli 2025, der Absatz lag 3,2 Prozent darunter. Die von den Käufer*innen bezahlten Preise stiegen im Schnitt um 1,6 Prozent.
Veränderung 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Absatz-4,3%
Preis+0,6%
Umsatz-3,7%
Lesebeispiel: Von Januar bis Juli 2026 lag der Absatz in den fünf Vertriebswegen 4,3 Prozent unter dem von Januar bis Juli 2025.
2. Umsatzveränderung
Umsatzveränderung jeweiliger Monat 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Juli 2026 lag der Umsatz in den fünf Vertriebswegen 1,6 Prozent unter dem vom Juli 2025.
3. Editionsformen
Umsatzveränderung Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Juli 2026 lag der Umsatz mit Hardcovern/Softcovern in den fünf Vertriebswegen 3,4 Prozent unter dem vom Juli 2025.  
Umsatzveränderung 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Hardcover/Softcover-5,4%
Taschenbuch+1,6%
Kalender-2,0%
Karten/Globen-12,5%
Lesebeispiel: Von Januar bis Juli 2026 lag der Umsatz mit Hardcovern/Softcovern in den fünf Vertriebswegen 5,4 Prozent unter dem von Januar bis Juli 2025.  
4. Warengruppen
Umsatzveränderung Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Juli 2026 lag der Umsatz mit Belletristik in den fünf Vertriebswegen 3,2 Prozent über dem vom Juli 2025.  
Umsatzveränderung 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Belletristik+0,2%
Kinder- und Jugendbücher-2,9%
Reise-13,4%
Ratgeber-11,3%
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik-7,3%
Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik-16,5%
Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft-10,0%
Sachbuch-0,4%
Lesebeispiel: Von Januar bis Juli 2026 lag der Umsatz mit Belletristik in den fünf Vertriebswegen 0,2 Prozent über dem von Januar bis Juli 2025.
Vertriebsweg Sortimentsbuchhandel (nur Barumsatz)
1. Gesamt
Veränderung Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Juli 2026 lag der Umsatz im Sortimentsbuchhandel 0,7 Prozent über dem vom Juli 2025, der Absatz lag 1,1 Prozent darunter. Die von den Käufer*innen bezahlten Preise stiegen im Schnitt um 1,8 Prozent.    
Veränderung 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Absatz-3,5%
Preis+1,4%
Umsatz-2,2%
Lesebeispiel: Von Januar bis Juli 2026 lag der Absatz im Sortimentsbuchhandel 3,5 Prozent unter dem von Januar bis Juli 2025. 
2. Umsatzveränderung
Umsatzveränderung jeweiliger Monat 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Juli 2026 lag der Umsatz im Sortimentsbuchhandel 0,7 Prozent über dem vom Juli 2025.
3. Editionsformen
Umsatzveränderung Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Juli 2026 lag der Umsatz mit Hardcovern/Softcovern im Sortimentsbuchhandel 0,4 Prozent unter dem vom Juli 2025.
Umsatzveränderung 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Hardcover/Softcover-3,4%
Taschenbuch+1,8%
Kalender-6,5%
Karten/Globen-15,5%
Lesebeispiel: Von Januar bis Juli 2026 lag der Umsatz mit Hardcovern/Softcovern im Sortimentsbuchhandel 3,4 Prozent unter dem von Januar bis Juli 2025.  
4. Warengruppen
Umsatzveränderung Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Juli 2026 lag der Umsatz mit Belletristik im Sortimentsbuchhandel 3,9 Prozent über dem vom Juli 2025.
Umsatzveränderung 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Belletristik+0,3%
Kinder- und Jugendbücher-2,8%
Reise-13,0%
Ratgeber-8,8%
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik-6,9%
Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik-9,2%
Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft-5,6%
Sachbuch+2,5%
Lesebeispiel: Von Januar bis Juli 2026 lag der Umsatz mit Belletristik im Sortimentsbuchhandel 0,3 Prozent über dem von Januar bis Juli 2025. 
Kurzkommentar zur Situation im Buchmarkt
Heiße Tage, lauwarme Bilanz: Buchmarkt im Juli mit kleinem Umsatzminus (BMB Ausgabe August 2026)
In einem bisher eher schwachen Jahr schließt der Buchmarkt im Juli mit einem kleinen Minus deutlich besser ab als in den vergangenen Monaten – zumindest, wenn man kalendarische Effekte im Juni (zwei zusätzliche Verkaufstage) und im März (Osterverschiebung) ausklammert. Bei gleicher Zahl an Verkaufstagen gab es für den Sortimentsbuchhandel sogar trotz Hitzewelle das erste echte Plus des Jahres (ohne Kalendereinfluss). Kumuliert reicht es jedoch noch längst nicht, um die aufgelaufenen Rückstände aufzuholen.
Die Umsätze in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhaus sowie Elektro- und Drogeriemarkt verbuchen im Juli ein Umsatzminus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist zum ersten Mal in diesem Jahr eine rote 1 vor dem Komma. Der durchschnittlich von den Käufer*innen bezahlte Preis für ein Buch legt dabei um 1,6 Prozent zu und liegt bei 15,49 Euro. Der Absatz, also die Zahl verkaufter Bücher, lag 3,2 Prozent unter dem Juli des Vorjahres.
Die aktuelle Entwicklung im Monat Juli verkleinert den aufgelaufenen Rückstand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf nun 3,7 Prozent. In der Halbjahresbilanz hatte hier ein Umsatzminus von 4,1 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 gestanden. Die durchschnittlichen Preise legen ebenfalls leicht zu und liegen in den ersten sieben Monaten des Jahres nun 0,6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum (zum Halbjahr: plus 0,4 Prozent). Der Absatz bleibt 4,3 Prozent hinter den ersten sieben Monaten 2025 zurück (zum Halbjahr: 4,5 Prozent). 
Der Blick auf den Sortimentsbuchhandel als einzelnen Vertriebsweg zeigt diesmal – wie eingangs erwähnt – ein Plus: Im Juli 2026 wurde 0,7 Prozent mehr Umsatz in den Läden vor Ort erwirtschaftet als im Juli 2025. Der durchschnittliche Ladenpreis liegt bei 15,58 Euro und damit 1,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Auch hier gingen also weniger Exemplare über die Ladentheke als im Juli des vergangenen Jahres (minus 1,1 Prozent), aber die höheren bezahlten Preise reichten immerhin für ein Umsatzplus. 
Genau wie über alle Vertriebswege hinweg zeigt sich auch beim Sortimentsbuchhandel, dass dieser nach nun sieben vergangenen Monaten des Jahres leicht besser dasteht als zur Halbjahresbilanz. Hier liegt der Umsatz über die ersten sieben Monate 2,2 Prozent hinter dem Vorjahreszeitraum (Halbjahr: minus 2,7 Prozent), bedingt durch nun noch 3,5 Prozent weniger verkaufte Bücher (Halbjahr: 4,0 Prozent). Die durchschnittlich bezahlten Preise liegen 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert (Halbjahr: 1,3 Prozent).
Die Umsatzentwicklung nach Warengruppen betrachtet (alle Vertriebswege), zeigt im Juli, dass sich vor allem Belletristik gut verkaufte: Hier wurden 0,8 Prozent mehr Exemplare in die (Strand)-Taschen gepackt als im Vorjahres-Juli, was zu einem Umsatzplus von 3,2 Prozent führt und die Belletristik als erste (und einzige) Warengruppe wieder auf Vorjahresniveau bringt. Kumuliert liegt die Belletristik über die ersten sieben Monate des Jahres hinweg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nun 0,2 Prozent im Plus. Das schafft zwar bisher keine andere Warengruppe, aber auch Sachbücher verkauften sich im Juli fast so gut wie im Vorjahresmonat (Absatz: minus 0,1 Prozent) und erzielten ein Umsatzplus von 1,4 Prozent. 
Während in der Belletristik zumindest zum Teil auch starke Juli-Neuerscheinungen auf den Bestsellerlisten den Umsatz befeuerten, kam das Sachbuch zumindest auf den Top-Plätzen dabei ohne diese aus. Der meisterverkaufte Sachbuch-Titel im Juli war der gleiche wie im Juni: „Dear Britain“ von der ehemaligen ARD-Auslandskorrespondentin Annette Dittert (DuMont), erschienen Mitte Mai. Der Juni-Platz 2 „Träume aus Feuer“ von Florian Illies (Pfaueninsel), erschienen Anfang Juni, rutscht nun auf Platz 3 und der aktuelle Platz 2 „Nein sagen“ von Matthias Brandt (Kiepenheuer & Witsch) ist schon seit März im Handel. 
Unter den Juli-Bestsellern in der Belletristik sind hingegen zwei Neuerscheinungen zu finden: Der neue, Mitte des Monats erschienene Thriller von Bestseller-Autorin Freida McFadden „Die Psychiaterin – Wurde ihr der Job zum Verhängnis?“ (Heyne) erobert Platz 1 und schiebt den im Juni erschienenen Roman von Jean-Luc Bannalec „Bretonischer Glanz“ (Kiepenheuer & Witsch) einen Platz weiter auf Platz 2. Auf Platz 3 steigt „Secret – Du sollst mich fürchten“ von S.T. Abby (Goldmann) ein, der erste Band der unter #BookTok gehypten Thriller-Serie aus den USA. 
Die anderen Warengruppen verbuchten im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat kleinere oder größere Rückstände. Die Kinder- und Jugendbücher liegen 2,1 Prozent hinter dem Vorjahresmonat, trotz eines neu erschienen Netflixe-Hypes unter den Top 3. Auf Platz 1 findet sich das bereits im Mai 2024 erstmals erschienene „Mutmurmeln für den ersten Schultag“ von Sarah Welk und Caroline Opheys (arsEdition), ein Bilderbuch zur Vorbereitung auf die Schule. Platz 2 erobert „Heartstopper Volume 6“ von Alice Oseman (Hodder Children's Book) im englischsprachigen Original. Es handelt sich dabei um den finalen Band einer sehr erfolgreichen queeren Coming-of-Age-Serie, die zeitgleich auf Netflix zu Ende ging. Die deutsche Ausgabe wird erst Ende Juli bei Loewe erscheinen. Und einen Rang nach hinten auf Platz 3 rutscht nun „Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen“ von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn (Carlsen). 
Zurück zu den Warengruppen – von denen auch die übrigen im Juli, wie erwähnt, jeweils ein Minus verzeichnen. Den stärksten Rückgang muss erneut die Warengruppe Reise hinnehmen: Sie verfehlt das Ergebnis des Vorjahresmonats um 16,1 Prozent. Bei den Ratgebern geht der Umsatz um 9,1 Prozent zurück. Im Bereich Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik liegt das Umsatzminus bei 14,6 Prozent. Die Warengruppe Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft verzeichnet 11,6 Prozent weniger Umsatz und bei Geisteswissenschaften, Kunst, Musik sind es 9,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Bei den Editionsformen können mit einem Plus von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat diesmal nur die Taschenbücher punkten – vor allem weil Platz 1 und Platz 3 der Belletristik-Topseller in diesem Format erschienen sind. Hardcover/Softcover melden ein Minus von 3,4 Prozent und auch Karten/Globen sowie Kalender verzeichnen einen Umsatzrückgang (minus 12,2 Prozent und minus 7,6 Prozent).
P.S.: Noch mehr Daten, Fakten und Analysen zum Buchmarkt finden Sie in unserem heute erschienenen Branchen-Kompendium „Buch und Buchhandel in Zahlen 2026“ (BuBiZ). Informationen zur Bestellung haben wir hier zusammengestellt: http://www.boersenverein.de/bubiz.
Jana Lippmann
Ressortleitung Marktforschung
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Quelle: © Media Control, 2026
Der Buchmarkt in Deutschland setzt sich aus unterschiedlichen Vertriebswegen zusammen (Marktanteile beziehen sich auf das Jahr 2025). Das Handelspanel von Media Control deckt bisher die rot gefärbten Vertriebswege ab: Sortimentsbuchhandel, Warenhäuser, E-Commerce sowie teilweise die sonstigen Vertriebswege (Bahnhofsbuchhandel, Elektro- und Drogeriemärkte sind im Handelspanel von Media Control enthalten).
Börsenverein
Der Branchen-Monitor BUCH basiert auf von Media Control Baden-Baden erhobenen Daten. Die statistische Grundlage des Panels bilden 5.710 Abverkaufsstellen in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel (2.042 Abverkaufsstellen, davon 1.316 zum Bucheinzelhandel mit 1 bis 3 Standorten gehörend und 726 zu Buchfilialisten mit 4 oder mehr Standorten), Bahnhofsbuchhandel (571), Kauf- und Warenhaus (84), Elektro- und Drogeriemarkt (2.980) und E-Commerce (33, inkl. Amazon). Basis sind alle Abverkäufe (außer WG 8: Schule und Lernen) der an der Stichprobe teilnehmenden Händler, welche über die Kassensysteme erfasst werden und eindeutig identifizierbar sind. Erhebungszeitraum ist jeweils der erste bis letzte Tag eines Monats.
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