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Ausgabe März 2022
 
Vertriebswege Sortimentsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- und Warenhaus, Elektro- und Drogeriemarkt (jeweils Barumsatz*) sowie E-Commerce
1. Gesamt
Veränderung Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Februar 2022 lag der Umsatz in den fünf Vertriebswegen 9,9 Prozent über dem vom Februar 2021, der Absatz 13,6 Prozent darüber. Die von den Käufer*innen bezahlten Preise sanken im Schnitt um 3,2 Prozent.
Veränderung 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Absatz+18,7%
Preis-2,8%
Umsatz+15,3%
Lesebeispiel: Von Januar bis Februar 2022 lag der Absatz in den fünf Vertriebswegen 18,7 Prozent über dem von Januar bis Februar 2021.
2. Umsatzveränderung
Umsatzveränderung jeweiliger Monat 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Februar 2022 lag der Umsatz in den fünf Vertriebswegen 9,9 Prozent über dem vom Februar 2021.
3. Editionsformen
Umsatzveränderung Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Februar 2022 lag der Umsatz mit Hardcovern/Softcovern in den fünf Vertriebswegen 7,7 Prozent über dem vom Februar 2021.   
Umsatzveränderung 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Hardcover/Softcover+12,6%
Taschenbuch+22,7%
Hörbuch/Audiobook-8,9%
Kalender+39,8%
Karten/Globen+89,8%
Lesebeispiel: Von Januar bis Februar 2022 lag der Umsatz mit Hardcovern/Softcovern in den fünf Vertriebswegen 12,6 Prozent über dem von Januar bis Februar 2021.   
4. Warengruppen
Umsatzveränderung Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Februar 2022 lag der Umsatz mit Belletristik in den fünf Vertriebswegen 22,9 Prozent über dem vom Februar 2021.  
Umsatzveränderung 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Belletristik+32,5%
Kinder- und Jugendbücher+9,2%
Reise+91,3%
Ratgeber+7,4%
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik-8,2%
Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik-16,3%
Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft-17,9%
Sachbuch+14,6%
Lesebeispiel: Von Januar bis Februar 2022 lag der Umsatz mit Belletristik in den fünf Vertriebswegen 32,5 Prozent über dem von Januar bis Februar 2021.  
Vertriebsweg Sortimentsbuchhandel (nur Barumsatz*)
1. Gesamt
Veränderung Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Februar 2022 lag der Umsatz im Sortimentsbuchhandel 34,4 Prozent über dem vom Februar 2021, der Absatz 49,0 Prozent darüber. Die von den Käufer*innen bezahlten Preise sanken im Schnitt um 9,8 Prozent.    
Veränderung 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Absatz+63,6%
Preis-9,3%
Umsatz+48,4%
Lesebeispiel: Von Januar bis Februar 2022 lag der Absatz im Sortimentsbuchhandel 63,6 Prozent über dem von Januar bis Februar 2021.   
2. Umsatzveränderung
Umsatzveränderung jeweiliger Monat 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Februar 2022 lag der Umsatz im Sortimentsbuchhandel 34,4 Prozent über dem vom Februar 2021.
3. Editionsformen
Umsatzveränderung Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Februar 2022 lag der Umsatz mit Hardcovern/Softcovern im Sortimentsbuchhandel 29,0 Prozent über dem vom Februar 2021.   
Umsatzveränderung 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Hardcover/Softcover+41,9%
Taschenbuch+61,2%
Hörbuch/Audiobook+16,5%
Kalender+125,1%
Karten/Globen+176,1%
Lesebeispiel: Von Januar bis Februar 2022 lag der Umsatz mit Hardcovern/Softcovern im Sortimentsbuchhandel 41,9 Prozent über dem von Januar bis Februar 2021.   
4. Warengruppen
Umsatzveränderung Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat
Börsenverein
Lesebeispiel: Im Februar 2022 lag der Umsatz mit Belletristik im Sortimentsbuchhandel 48,8 Prozent über dem vom Februar 2021.   
Umsatzveränderung 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Kumulation)
Belletristik+66,5%
Kinder- und Jugendbücher+50,7%
Reise+151,8%
Ratgeber+49,9%
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik-6,0%
Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik-19,4%
Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft-25,0%
Sachbuch+34,8%
Lesebeispiel: Von Januar bis Februar 2022 lag der Umsatz mit Belletristik im Sortimentsbuchhandel 66,5 Prozent über dem von Januar bis Februar 2021. 
Kurzkommentar zur Situation im Buchmarkt
Plus im Februar, aber weiter unter Normalniveau
Am Buchmarkt zeigt sich im Februar ein ähnliches Bild wie bereits im Januar: hohe Zuwächse im Vergleich zum Vorjahresmonat, ausgehend von einer niedrigen Vergleichsbasis. Denn die Buchhandlungen waren im Februar 2021 in den meisten Bundesländern geschlossen, was damals zu deutlichen Umsatzeinbußen führte. Trotz der positiven Entwicklung ist das Vor-Pandemie-Niveau aber noch nicht wieder erreicht, insbesondere im Sortimentsbuchhandel vor Ort.
Die Umsätze in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhaus sowie Elektro- und Drogeriemarkt bewegten sich im Februar 2022 zusammen 9,9 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Für die ersten beiden Monate des Jahres ergibt sich kumuliert ein Umsatzplus von 15,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Absatz – also die Zahl verkaufter Exemplare – stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls deutlich an (plus 13,6 Prozent). Bei den bezahlten Preisen gab es dagegen erneut einen Rückgang: Im Schnitt bezahlten die Käufer*innen im vergangenen Monat 14,33 Euro pro Buch und damit 3,2 Prozent weniger als im Vergleichsmonat. Damals waren die durchschnittlichen Verkaufspreise allerdings auch um 7,3 Prozent angestiegen.
Aufgrund der Ladenschließungen in den meisten Bundesländern im Februar 2021 ist auch der Vergleich mit dem Februar 2020 aufschlussreich, als es noch keine pandemiebedingten Einschränkungen gab. Hier zeigt sich, dass der Buchmarkt auch im Februar 2022 noch nicht an das Vor-Pandemie-Niveau anknüpfen kann: Der Umsatz liegt 3,7 Prozent unter dem vom Februar 2020 und beim Absatz ist der Rückgang noch deutlicher (minus 7,3 Prozent). Die im Schnitt für ein Buch bezahlten Preise stiegen hingegen an (plus 3,8 Prozent). Kumuliert ergibt sich im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 ein Umsatzrückgang um 3,4 Prozent.
Im Sortimentsbuchhandel fällt das Plus im Vergleich zum Februar 2021 noch deutlicher aus – hier hatten die Ladenschließungen im Vorjahresmonat naturgemäß auch für besonders schmerzhafte Rückgänge gesorgt. Nur in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt durften damals die Buchhandlungen geöffnet bleiben. Auch während der Schließungszeiten hatte der Buchhandel Bücher verkauft, jedoch bei weitem nicht im gleichen Umfang. Im Vergleich zum sehr schwachen Vorjahresmonat kann der Buchhandel vor Ort ein Plus von 34,4 Prozent verbuchen. Kumuliert ergibt sich so nach den ersten zwei Monaten des Jahres ein Umsatzplus von 48,4 Prozent. Beim Absatz verzeichnet das Sortiment im Februar 2022 ein Plus von 49,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahrsmonat. Die bezahlten Preise sanken im Schnitt deutlich um 9,8 Prozent auf 14,20 Euro, allerdings auch hier nach einem sehr hohen Vorjahres-Anstieg (damals plus 15,7 Prozent). Verglichen mit dem Vor-Pandemie-Niveau im Februar 2020 ergeben sich allerdings deutliche Rückgänge: Sowohl Umsatz (minus 14,0 Prozent) als auch Absatz (minus 17,7 Prozent) verzeichnen ein zweistelliges Minus. Die bezahlten Preise sind im Zwei-Jahres-Vergleich dagegen um 4,5 Prozent gestiegen und können so den Absatzrückgang zumindest ein wenig ausgleichen. Dennoch wurde im Buchhandel vor Ort in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 kumuliert 15,1 Prozent weniger Umsatz erzielt als im gleichen Zeitraum 2020.
Die großen Umsatzzuwächse im Vergleich zum Februar 2021 spiegeln sich auch bei den meisten Warengruppen wider (alle Vertriebswege). Den größten Zuwachs können – wie schon in den letzten Monaten – die Reisebücher vermelden, die ihr schwaches Vorjahresergebnis verdoppeln konnten (plus 99,3 Prozent, damals minus 58,8 Prozent). Die Belletristik – die nach Umsatzanteil bedeutendste Warengruppe – kann um 22,9 Prozent zulegen (damals minus 16,9 Prozent). Die Liste der meistverkauften Titel in den hier betrachteten Vertriebswegen wird im Februar von einer Neuerscheinung angeführt: „Ostfriesensturm“ von Klaus-Peter Wolf (Fischer Taschenbuch) kann sich den ersten Platz sichern. Platz zwei geht wie schon im Vormonat an die Taschenbuchausgabe von „Der Gesang der Flusskrebse“ von Delia Owens (Heyne), darauf folgt mit „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek (Knaur Taschenbuch) eine weitere Taschenbuchausgabe eines Erfolgstitels.
Die Kinder- und Jugendbücher liegen mit einem Plus von 6,1 Prozent über dem vergleichsweise guten Vorjahresmonat (minus 5,4 Prozent). Hier kann sich das Bilderbuch „Das NEINhorn und die SchLANGEWEILE“ von Marc-Uwe Kling (Carlsen) weiterhin an der Spitze der Bestsellerliste halten. Darauf folgt gleich noch einmal Marc-Uwe Kling: Der Longseller „Das NEINhorn“ (Carlsen) kann im Vergleich zum Vormonat noch einen Platz gutmachen. „Seawalkers (6). Im Visier der Python“ von Katja Brandis (Arena), der zweitplatzierte Titel des Vormonats, rutscht auf den dritten Platz.
Die Ratgeber schneiden mit einem Plus von 2,1 Prozent etwas besser ab als im schwachen Februar des Vorjahres und die Sachbücher können um 8,2 Prozent zulegen (damals beide minus 10,4 Prozent). Dagegen verzeichnen die Wissenschaften ausnahmslos Rückgänge im Vergleich zum Vorjahresmonat, als sie als einzige Warengruppen im Plus lagen. Die Warengruppe Geisteswissenschaften, Kunst, Musik verbucht ein Minus von 14,0 Prozent. Bei den Segmenten Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik (minus 20,2 Prozent) und Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft (minus 20,0 Prozent) fällt der Umsatzrückgang noch deutlicher aus. Kumuliert liegen nach den ersten beiden Monaten des Jahres damit alle Warengruppen außer den Wissenschaften im Plus.
Verglichen mit den Umsätzen im noch nicht von der Corona-Pandemie beeinträchtigten Februar 2020 sieht die Bilanz bei den Warengruppen schlechter aus. Insbesondere gilt das für die Reisebücher mit einem Minus von 17,9 Prozent. Die Ratgeber verzeichnen ein Minus von 8,5 Prozent, das Sachbuch ein Minus von 3,1 Prozent. Auch die Wissenschaften können nicht an das Umsatzniveau vom Februar 2020 anknüpfen. Dagegen können die Belletristik (plus 2,1 Prozent) und die Kinder- und Jugendbücher (plus 0,7 Prozent) im Vergleich zum Vor-Pandemie-Niveau sogar etwas zulegen. Kumuliert zeigt sich ein ähnliches Bild: Nur die Belletristik und die Kinder- und Jugendbücher können mehr Umsatz erzielen als in den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 (plus 3,8 bzw. plus 3,6 Prozent) und am deutlichsten verlieren die Reisebücher mit einem Rückgang um knapp ein Viertel (minus 24,5 Prozent).
Bei den Editionsformen müssen im Februar erneut nur die Hörbücher Rückgänge im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen (minus 13,6 Prozent). Hardcover/Softcover (plus 7,7 Prozent) und Taschenbücher (plus 17,0 Prozent) liegen dagegen im Plus. Den größten Umsatzzuwachs können mit einem Plus von 95,1 Prozent wie im Vormonat die Karten/Globen verbuchen, bei denen die Rückgänge im Vergleichsmonat aber auch besonders groß waren (minus 54,6 Prozent). Die Kalender können ebenfalls einen deutlichen Umsatzzuwachs erzielen (plus 35,4 Prozent), auch hier ausgehend von einem besonders schwachen Ergebnis im Vorjahresmonat (minus 41,3 Prozent). An das Umsatzniveau vom Februar 2020 kann keine der Editionsformen anknüpfen, die Hardcover/Softcover verlieren aber nur leicht (minus 0,3 Prozent). Kumuliert liegen im Vergleich zu den ersten zwei Monaten 2021 fast alle Editionsformen zweistellig im Plus, nur die Umsätze mit Hörbüchern liegen unter dem Vergleichszeitraum. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Jahres 2020 können dagegen nur die Hardcover/Softcover ein kleines Plus verbuchen (plus 0,3 Prozent), die Taschenbücher verzeichnen einen Rückgang um 8,1 Prozent und bei den anderen Editionsformen fällt das Minus noch deutlicher aus.
Nora Bechler
Referentin Marktforschung
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Quelle
Der Buchmarkt in Deutschland setzt sich aus unterschiedlichen Vertriebswegen zusammen (Marktanteile beziehen sich auf das Jahr 2020). Das Handelspanel von Media Control deckt bisher die rot gefärbten Vertriebswege ab: Sortimentsbuchhandel, Warenhäuser, E-Commerce sowie teilweise die sonstigen Vertriebswege (Bahnhofsbuchhandel, Elektro- und Drogeriemärkte sind im Handelspanel von Media Control enthalten).
Börsenverein
Der Branchen-Monitor BUCH basiert auf von Media Control Baden-Baden erhobenen Daten. Die statistische Grundlage des Panels bilden 5.716 Abverkaufsstellen in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel (2.355 Abverkaufsstellen), Bahnhofsbuchhandel (479), Kauf- und Warenhaus (197), Elektro- und Drogeriemarkt (2.675) und E-Commerce (10, inkl. Amazon). Basis sind alle Abverkäufe (außer WG 8: Schule und Lernen) der an der Stichprobe teilnehmenden Händler, welche über die Kassensysteme erfasst werden und eindeutig identifizierbar sind. Erhebungszeitraum ist jeweils der erste bis letzte Tag eines Monats.
* Üblicherweise fließen in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, Bahnhofsbuchhandel, Kauf- und Warenhaus, Elektro- und Drogeriemarkt keine Rechnungsumsätze in die Auswertungen für den Branchen-Monitor BUCH ein. Um das veränderte Kauf- und Lieferverhalten während der Ladenschließungen abzubilden, werden während dieser Zeiträume aber auch die Umsätze berücksichtigt, die die stationären Vertriebswege im Rechnungsgeschäft mit Privatpersonen erwirtschaftet haben.
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