Historische Kommission des Börsenvereins

Die Historische Kommission bietet eine Plattform für fachlichen Austausch und Kommunikation über Projekte ihrer rund 40 ordentlichen und korrespondierenden Mitglieder. Sie gibt zudem im Verlag De Gruyter das "Archiv für Geschichte des Buchwesens" heraus, ergänzt durch eine Reihe "Studien".

Langzeitvorhaben der Kommission ist eine "Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert". Die Bände 1 (Das Kaiserreich) und 2 (Weimarer Republik) liegen in fünf Teilbänden vor. Der erste Teilband zu Band 3 (1933 bis 1945), herausgegeben von Ernst Fischer und Reinhard Wittmann in Zusammenarbeit mit Jan-Pieter Barbian, ist 2015 erschienen (siehe das Interimsregister, das hier als PDF zur Verfügung steht).

Geschichte

Der Verleger Eduard Brockhaus initiierte 1876 in Leipzig die Historische Kommission des Börsenvereins. Der Börsenverein beauftragte die Kommission mit der Erarbeitung einer Geschichte des deutschen Buchhandels seit der Erfindung des Buchdrucks. Dazu wurde Friedrich Kapp berufen, der den ersten Band betreute. Johann Goldfriedrich, Schüler des Leipziger Historikers Karl Lamprecht, schloss von 1908 bis 1913 mit drei umfangreichen Bänden das Werk ab.

Durch den wirtschaftlichen Niedergang nach dem Ersten Weltkrieg und die NS-Diktatur kam die Arbeit der Kommission fast zum Erliegen. 1953 wurde sie in Frankfurt am Main auf Betreiben von Horst Kliemann, Geschäftsführer des Oldenbourg Verlags in München, wieder ins Leben gerufen.

Die Kommission verwaltet die 1969 begründete Horst Kliemann Stiftung für Geschichte des Buchwesens, die Unterstützung bei der Beschaffung von Materialien, der Quellenrecherche oder Archivaufenthalten gewährt. Anträge können formlos bei der Geschäftsstelle gestellt werden.

Mitglieder

Ordentliche Mitglieder

Korrespondierende Mitglieder