Informationen und Musterschreiben

Slider VG Wort

Update: FAQ der VG WORT für Autorinnen und Autoren

Erfährt mein Verlag, wenn ich die Erklärung nicht abgebe? Wie kann ich die Erklärung abgeben? Was passiert, wenn ich die Erklärung abgebe? Die VG WORT stellt 10 Fragen und Antworten für Autorinnen und Autoren zusammen. Sie können Sie hier herunterladen (PDF).

Einholung von Verzichtserklärungen der Autoren

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Verwertungsgesellschaft Wort (VG WORT) am 26. November 2016 wurde beschlossen, dass Urheber die Möglichkeit haben, zugunsten ihrer Verlage ihre Nachforderungsansprüche für die Jahre 2012 bis 2016 nicht geltend zu machen. Die VG WORT wird in diesem Fall den Rückzahlungsanspruch gegenüber dem Verlag in entsprechender Höhe reduzieren.

Die folgenden Informationen betreffen lediglich die Verlage, die die Rückforderungssumme noch nicht zurückgezahlt haben, weil sie von der Möglichkeit Gebrauch machen wollen, ihre Autorinnen und Autoren um die Nichtgeltendmachung von Nachforderungsansprüche zu bitten und dies auch bei der VG WORT unter Abgabe einer entsprechenden Erklärung nebst Verjährungsverzichtserklärung bereits angezeigt haben.

Die VG WORT bietet ab sofort Formulare an, mit denen die Urheber eine solche Erklärung abgeben können. In diesem Zusammenhang hat sie am 16.12.2016 allen Verlagen ein ausführliches Schreiben gesendet. Dieses Informationsschreiben sollten die Verlage unbedingt gründlich durchlesen.

Danach sind folgende Schritte zu ergreifen:

  1. Das Formular „Verzicht auf Rückabwicklung“ ist ab sofort unter http://tom.vgwort.de abrufbar.  Am besten sollten Verlage dies beidseitig ausdrucken, so dass nur ein Papier übersandt werden kann.
  2. Verlage, die einen Teil oder alle ihre Autoren bitten wollen, den ihnen zustehenden Nachforderungsanspruch nicht geltend zu machen, senden dieses Formular an ihre Autoren. Es empfiehlt sich, auf dem Formular bereits Name und VG-WORT-Karteikartennummer des Verlags einzutragen und dem Urheber einen an die VG WORT adressierten, frankierten Briefumschlag mitzusenden. Entschließt sich der Autor, der Bitte seines Verlages nachzukommen, muss er das ausgefüllte Formular bis zum 28.2.2017 direkt an die VG WORT übersenden. Der Verlag erfährt so nicht, welche seiner Autoren der Bitte nachgekommen sind. 
  3. Autoren, die bereits über das Internetportal T.O.M. melden, können ihre Erklärung auch ab 1. Januar 2017 dort über eine Eingabemaske auf dem VG-WORT-Portal abgeben. Das Portal ist unter http://tom.vgwort.de erreichbar. Nachdem sich der Autor im Portal über „Einloggen“ angemeldet hat, kann er anschließend unter dem Menüpunkt „Verzicht auf Rückabwicklung“ die gewünschte Erklärung zu Gunsten seines Verlages online abgeben. 
  4. Verlage müssen zusätzlich zwingend gegenüber der VG WORT eine Erklärung abgeben, dass sie auf etwaige Informationsansprüche verzichten und die entsprechende von der VG WORT vorformulierte und übersandte Erklärung unterschrieben bis spätestens 31.1.2017 an die VG WORT übersenden.
  5. Seitens der VG WORT erfolgt nach dem 28.2.2017 eine Neuberechnung der Rückforderungshöhe unter Berücksichtigung der bei ihr eingegangenen Erklärungen. Die Verlage erhalten im Anschluss eine Mitteilung, welchen Betrag sie innerhalb von 30 Tagen begleichen müssen.

Infos und Dokumente zum Herunterladen

Der Börsenverein stellt seinen Mitgliedern eine Handreichung und – als Anregung für individuelle Lösungen jedes Verlags – drei verschiedene Musterschreiben zur Verfügung, wie sie die Autoren ansprechen und um die Nichtgeltendmachung der Nachforderungsansprüche bitten können (allgemein, Publikumsverlage, Fachverlage).

Die Informationen und Musteranschreiben* können sie im Mitgliederbereich abrufen.

Der Börsenverein bedankt sich bei den Mitgliedsverlagen, die ihn bei der Zusammenstellung der Unterlagen unterstützt haben. 

Zu den Rückforderungen der VG WORT hat die Rechtsabteilung des Börsenvereins für die Mitgliedsverlage im Oktober 2016 ein ausführliches Merkblatt erarbeitet, das ebenfalls im Mitgliederbereich abgerufen werden kann. Dieses Dokument soll spätestens im Januar 2017 um Fragen und Antworten zu dem Verzichtsverfahren ergänzt werden.

(* nur für Mitglieder im geschlossenen Bereich)

Zum Hintergrund

Die VG WORT verteilte seit 1958 die Einnahmen aus gesetzlichen Vergütungsansprüchen (Entschädigungszahlungen für gesetzlich erlaubte Nutzungen urheberrechtlich geschützter Werke wie z.B. private Kopien oder den Verleih von Büchern durch Bibliotheken) nach gemeinsam festgelegten Quoten an Urheber und Verlage. Die Beteiligung der Verlage wurde durch Urteile des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesgerichtshof für unzulässig erklärt. Im Jahr 2016 haben Verlage daher keine Ausschüttung mehr erhalten. Den Verlagsanteil der Jahre 2012 bis 2015 hat die VG WORT bereits zurückgefordert, die Neuverteilung an die Urheber wurde beschlossen.

Kontakt für Fragen

Rechtsabteilung: 069 / 1306-314, E-Mail: rechtsabteilung@boev.de

Verleger-Ausschuss: 069 / 1306-325, E-Mail: fachausschuesse@boev.de

Sie können sich auch an die Geschäftsstelle Ihres Landesverbands wenden, der Ihre Fragen beantwortet oder Ihnen einen Ansprechpartner beim Bundesverband vermittelt.