Zwischenbuchhandel

Unternehmen des Zwischenbuchhandels üben eine vermittelnde Tätigkeit zwischen herstellendem und verbreitendem Buchhandel aus und übernehmen eine Bündelungs- und Gelenkfunktion für den Verkehr zwischen den Mitgliedern der beiden anderen Sparten. Innerhalb der Handelsstufe Zwischenbuchhandel gibt es zwei Zweige, die unterschiedliche Interessen vertreten, obwohl sie sich beide als Logistikdienstleister zwischen Verlagen und Buchhandlungen verstehen:

Großhandel

Zum einen den Großhandel, dessen Unternehmen in eigenem Namen und auf eigene Rechnung handeln. Hierzu gehören allgemeine und Spezial-Barsortimente, Pressegrossisten, Im- bzw. Exportgroßhandlungen und Großantiquariate. Barsortimente sind Buchgroßhandlungen, die in der Regel ca. 90 - 98 % des Bedarfs einer Sortimentsbuchhandlung abdecken und in gebündelter Form meist über Nacht an Buchhandlungen liefern. Unter Pressegrosso versteht man man den Pressegroßhandel, der sowohl den Buch- als auch den Einzelhandel beliefert. Großantiquariate sind Buchgroßhandlungen, die für das Moderne Antiquariat mit Ramsch handeln. Diese Sparte des Zwischenbuchhandels richtet sich vor allem an den Interessen seiner Kunden, den Sortimentsbuchhandlungen, aus.

Verlagsauslieferungen

Den anderen Zweig des Zwischenbuchhandels bilden buchhändlerische Kommissionäre, die im Auftrag, im Namen und für Rechnung des Verlags oder des Sortiments handeln; als Dienstleister für Verlage fungieren Verlagsauslieferungen, als Sortimenter-Kommissionäre sind Bestellanstalten und Firmen des Büchersammelverkehrs tätig. Verlagsauslieferungen unterscheiden sich vom Barsortiment in ihrem Fokus. Sie sind Dienstleister der Verlage und liefern auf dessen Geheiß aus.

Im Börsenverein werden die etwa 80 Unternehmen des Zwischenbuchhandels, die neben Buchhandlungen und Verlagen eine eigene Fachgruppe bilden, durch den Ausschuss für den Zwischenbuchhandel vertreten.