Zwischen Zeilen 1: Literatur aus dem Iran, Sudan und Syrien/Palästina
Texte von Ramita Navai, Abdalrahman Alqalaq und Stella Gaitano, gelesen von Ruth Hoffmann, Sasha Marianna Salzmann und Simone Buchholz.
07. Oktober 2026
Was?
Lesung
Wann?
7. Oktober 2026
18.30 - 19.30 Uhr
Für wen?
Interessierte
Wo?
Katharinenkirche Frankfurt
Wieviel?
kostenfrei
Im Rahmen von OPEN BOOKS lesen während der Internationalen Buchmesse in Frankfurt Schriftsteller*innen in der Veranstaltungsreihe »Zwischen Zeilen. Eine Stunde Schönheit« aus den Werken ihrer Kolleg*innen aus Kriegs- und Krisengebieten. Bewaffnete Konflikte, Besatzung und Unterdrückung beeinträchtigen das Recht auf freie Meinungsäußerung und behindern den Zugang
zu freier und unabhängiger Literatur. Ihr droht, inmitten von Gewalt und Leid nicht mehr wahrgenommen zu werden. Die Lesenden wollen uns mit »Zwischen Zeilen« daran erinnern, wie notwendig die Literatur von und für diese Orte ist. Sie geben uns einen Blick auf die Widerstandskraft
und den Erfindungsreichtum des Menschen inmitten der Traumata des Krieges.
Mit:
Simone Buchholz
(*1972 in Hanau) wurde auf der Henri-Nannen-Schule zur Journalistin ausgebildet und schreibt seit 2008 Kriminalromane. Ihre Reihe um die Staatsanwältin Chastity Riley wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis 2019. Zuletzt erschien der vierte Band der Reihe unter dem Titel »Eisnattern« (Suhrkamp, 2026). Simone Buchholz wohnt auf Sankt Pauli und schreibt regelmäßig für das SZ-Magazin und die Zeit.
Sasha Marianna Salzman
(*1985 in Wolgograd, Russland) ist Theaterautor*in, Essayist*in und Dramaturg*in. Salzmanns Theaterstücke, die international aufgeführt werden, wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kunstpreis Berlin 2020 und dem Kleist-Preis 2024. »Außer sich«, Salzmanns Debütroman, wurde 2017 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Er ist in sechzehn Sprachen übersetzt. Für den zweiten Roman, »Im Menschen muss alles herrlich sein«, ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert, erhielt Salzmann den Preis der Literaturhäuser 2022 und den Hermann-Hesse-Preis 2022.
Ruth Hoffmann
ist Historikerin und Journalistin und schreibt für verschiedene Medien, darunter Spiegel, Geo und Stern, über jüngere deutsche Geschichte, ihre Aufarbeitung und Verdrängung – und ihren anhaltenden Nachhall in unserer Gesellschaft. In ihrem 2024 erschienenen Buch »Das deutsche Alibi« setzt sie sich kritisch mit der politischen Instrumentalisierung des Stauffenberg-Attentats, auch durch die Neue Rechte, auseinander. Es wurde für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert und mit dem Sachbuchpreis der Zeit Stiftung Bucerius ausgezeichnet. Ihr neues Buch »Raubzug von rechts« erschien 2026 im Goldmann Verlag. Ruth Hoffmann lebt mit ihrer Familie in Hamburg.