Zwischen Zeilen 2: ​​Literatur aus Palästina, Venezuela und dem Iran​

Texte von Rachid Benzine, Bahram Moradi und Adalber Salas Hernández, gelesen von Şeyda Kurt, Ingo Schulze und Marica Bodrožić.
08. Oktober 2026


Was?

Lesung

Wann?

8. Oktober 2026
18.30 - 19.30 Uhr

Für wen?

Interessierte

Wo?

Katharinenkirche Frankfurt

Wieviel?

kostenfrei

Im Rahmen von OPEN BOOKS lesen während der Internationalen Buchmesse in Frankfurt Schriftsteller*innen in der Veranstaltungsreihe »Zwischen Zeilen. Eine Stunde Schönheit« aus den Werken ihrer Kolleg*innen aus Kriegs- und Krisengebieten. Bewaffnete Konflikte, Besatzung und Unterdrückung beeinträchtigen das Recht auf freie Meinungsäußerung und behindern den Zugang zu freier und unabhängiger Literatur. Ihr droht, inmitten von Gewalt und Leid nicht mehr wahrgenommen zu werden. 

Die Lesenden wollen uns mit »Zwischen Zeilen« daran erinnern, wie notwendig die Literatur von und für diese Orte ist. Sie geben uns einen Blick auf die Widerstandskraft und den Erfindungsreichtum des Menschen inmitten der Traumata des Krieges.

Diese Veranstaltung wird veranstaltet vom Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Freedom of Expression des Börsenvereins.

Gesprächspartner*innen:
​​Şeyda Kurt​
geboren 1992 und aufgewachsen in Köln-Kalk, arbeitete u. a. für Zeit Online und Deutschlandfunk Kultur sowie für Podcasts, etwa mit der preisgekrönten Produktion »190220 – Ein Jahr nach Hanau«. Sie kuratierte u. a. für das Literarische Colloquium Berlin und das Goethe-Institut, moderiert die Gesprächsreihe »What a Crime« am Schauspielhaus Bochum, verfasste gefeierte Theatertexte und war Mitherausgeberin des Sammelbandes »Spiel*Kritik. Kritische Perspektiven auf Videospiele im Kapitalismus«. 2021 erschien ihr Bestseller »Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist«, 2023 der Bestseller »HASS. Von der Macht eines widerständigen Gefühls«.​

​​Ingo​ Schulze​
1962 in Dresden geboren, lebt in Berlin. Nach dem Studium der klassischen Philologie in Jena arbeitete er als Schauspieldramaturg und Zeitungsredakteur. Sein Debüt »33 Augenblicke des Glücks« erschien 1995 und wurde von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen. Seither erschienen zahlreiche ausgezeichnete Romane, Erzählungen, Essays, Reden und Künstlerbücher. Für »Peter Holtz« erhielt Schulze den Rheingau Literatur Preis; der Roman stand zudem auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. »Die rechtschaffenen Mörder« war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2020 wurde Schulze mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Zuletzt erschien »Das Wasser im August« (2026), ausgezeichnet mit dem Uwe-Johnson-Preis und nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026. Schulzes Werk wurde auch international ausgezeichnet und in 32 Sprachen übersetzt.   ​ 

​​Marica Bodrožić​
(*1973 in Zadvarje, Kroatien) schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays, die in über siebzehn Sprachen übersetzt wurden. Dafür wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Walter-Hasenclever-Preis und dem Manès-Sperber-Literaturpreis. Ihr aktuelles Buch »Sterben« (Hanser Berlin, 2026) ist ein literarisch-philosophischer Essay über Sterblichkeit als Schule des Sehens. Marica Bodrožić lebt mit ihrer Familie als freie Schriftstellerin in Berlin und in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern.


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