Zwischen Zeilen 3: Literatur aus Palästina, Israel und der Ukraine
Texte von Hamza Abu Howidy, Agi Mishol und Olena Stjaschkina, gelesen von Eva Menasse, Miriam Carbe und Sasha Marianna Salzmann.
09. Oktober 2026
Was?
Lesung
Wann?
9. Oktober 2026
18.30 -19.30 Uhr
Für wen?
Interessierte
Wo?
Katharinenkirche Frankfurt
Wieviel?
kostenfrei
Im Rahmen von OPEN BOOKS lesen während der Internationalen Buchmesse in Frankfurt Schriftsteller*innen in der Veranstaltungsreihe »Zwischen Zeilen. Eine Stunde Schönheit« aus den Werken ihrer Kolleg*innen aus Kriegs- und Krisengebieten. Bewaffnete Konflikte, Besatzung und Unterdrückung beeinträchtigen das Recht auf freie Meinungsäußerung und behindern den Zugang zu freier und unabhängiger Literatur. Ihr droht, inmitten von Gewalt und Leid nicht mehr wahrgenommen zu werden. Die Lesenden wollen uns mit »Zwischen Zeilen« daran erinnern, wie notwendig die Literatur von und für diese Orte ist. Sie geben uns einen Blick auf die Widerstandskraft und den Erfindungsreichtum des Menschen inmitten der Traumata des Krieges.
Diese Veranstaltung wird veranstaltet vom Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Freedom of Expression des Börsenvereins.
Mit:
Eva Menasse
geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt »Vienna« (2005) folgten Romane und Erzählungen (»Lässliche Todsünden«, »Quasikristalle«, »Tiere für Fortgeschrittene«), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr letzter Roman »Dunkelblum« war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay »Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne« (2023). 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.
Miriam Carbe
geboren 1967, hat deutsche und nigerianische Wurzeln und wuchs in einer Familie von Frauen auf, die alle Tagebücher und Erinnerungsskizzen schrieben. Von ihnen erbte sie mehrere Kisten mit Notizbüchern, von denen die ältesten von 1908 stammen. Miriam Carbe hat drei Kinder und lebt in Frankfurt am Main. Sie arbeitet als Redakteurin bei Arte. Ihr Roman »Unerwünschte Töchter« (Hanser, 2026) wurde für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert.
Sasha Marianna Salzmann
(*1985 in Wolgograd, Russland) ist Theaterautor*in, Essayist*in und Dramaturg*in. Salzmanns Theaterstücke, die international aufgeführt werden, wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kunstpreis Berlin 2020 und dem Kleist-Preis 2024. »Außer sich«, Salzmanns Debütroman, wurde 2017 mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Er ist in sechzehn Sprachen übersetzt. Für den zweiten Roman, »Im Menschen muss alles herrlich sein«, ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert, erhielt Salzmann den Preis der Literaturhäuser 2022 und den Hermann-Hesse-Preis 2022.