Projekte des Börsenvereins und der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins

Eine Übersicht weiterer Projekt-Webseiten des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

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Die Historische Kommission des Börsenvereins bietet eine Plattform für fachlichen Austausch und Kommunikation über Projekte ihrer rund 40 ordentlichen und korrespondierenden Mitglieder. Sie gibt zudem im Verlag De Gruyter das „Archiv für Geschichte des Buchwesens“ heraus, ergänzt durch eine Reihe „Studien“.

Langzeitvorhaben der Kommission ist eine „Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert“. Bislang sind folgende Bände erschienen:

Bd. 1: Das Kaiserreich 1871–1918

Teil 1 (hrsg. von Georg Jäger in Verbindung mit Dieter Langewiesche und Wolfram Siemann). Frankfurt am Main: Buchhändler-Vereinigung 2001. 647 S.

Teil 2 (hrsg. von Georg Jäger). Frankfurt am Main: MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels 2003. 703 S.

Teil 3 (hrsg. von Georg Jäger). Berlin und New York: De Gruyter 2010. 579 S.

Bd. 2: Die Weimarer Republik 1918–1933

Teil 1 (hrsg. von Ernst Fischer und Stephan Füssel). München: K. G. Saur 2007. 530 S.

Teil 2 (hrsg. von Ernst Fischer und Stephan Füssel). Berlin und Boston: De Gruyter 2012. IX, 674 S.

Bd. 3: Drittes Reich und Exil

Teil 1 (hrsg. von Ernst Fischer und Reinhard Wittmann in Zusammenarbeit mit Jan-Pieter Barbian). Berlin und Boston: De Gruyter 2015. VIII, 458 S.

Teil 3: Der Buchhandel im deutschsprachigen Exil 1933–1945 (verfasst von Ernst Fischer). 2 Bde. Berlin und Boston: De Gruyter 2021. IX, 1.367 S.

Teil 3: Exilbuchhandel – Supplement: Verleger, Buchhändler und Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933. Ein biographisches Handbuch. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage (verfasst von Ernst Fischer). Berlin und Boston: De Gruyter 2020. XXI, 639 S. [die 1. Auflage erschien 2011 außerhalb der „Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert“]

Weitere Bände sind in Planung oder in Vorbereitung.

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Geschichte

Der Verleger Eduard Brockhaus initiierte 1876 in Leipzig die Historische Kommission des Börsenvereins. Der Börsenverein beauftragte die Kommission mit der Erarbeitung einer Geschichte des deutschen Buchhandels seit der Erfindung des Buchdrucks. Dazu wurde Friedrich Kapp berufen, der den ersten Band betreute. Johann Goldfriedrich, Schüler des Leipziger Historikers Karl Lamprecht, schloss von 1908 bis 1913 mit drei umfangreichen Bänden das Werk ab.

Durch den wirtschaftlichen Niedergang nach dem Ersten Weltkrieg und die NS-Diktatur kam die Arbeit der Kommission fast zum Erliegen. 1953 wurde sie in Frankfurt am Main auf Betreiben von Horst Kliemann, Geschäftsführer des Oldenbourg Verlags in München, wieder ins Leben gerufen.

Die Kommission verwaltet die 1969 begründete Horst Kliemann Stiftung für Geschichte des Buchwesens, die Unterstützung bei der Beschaffung von Materialien, der Quellenrecherche oder Archivaufenthalten gewährt. Anträge können formlos bei der Geschäftsstelle gestellt werden.