Bundesverband

Appell von Europas Kultur- und Kreativbranche zum Welttag des geistigen Eigentums

Offener Brief an EU-Kommissarin Virkkunen stellt konkrete Forderungen zum Schutz von Europas Werken und Werten / Petition gegen Ausbeutung durch KI / Transparenz, Vergütung und Rechtsdurchsetzung sollen in den Fokus der EU-Kommission rücken
Erstellt am 25.04.2025


Creators for Europe United fordern in einem offenen Brief an Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, einen stärkeren Schutz europäischer Werte und der Werke der Kreativschaffenden.

Die Unterzeichnenden fordern einen fairen und rechtskonformen Rahmen für den Einsatz von KI – nicht gegen, sondern im Sinne des Fortschritts. Europas kreative Seele dürfe nicht zur bloßen Ressource verkommen. Die EU-Kommission müsse umgehend regulatorische Leitplanken schaffen, die unterbinden, dass Millionen kreativer Werke ohne Zustimmung und faire Vergütung der Urheber*innen, ausübenden Künstler*innen und Rechteinhaber*innen für das Training Künstlicher Intelligenz und für andere Zwecke verwendet werden können.

Künstliche Intelligenz brauche Inhalte der Kreativschaffenden, um überhaupt funktionieren zu können. Doch derzeit profitierten vor allem die Entwickler der Modelle, während die Urheber*innen und Rechteinhaber*innen faktisch enteignet worden seien. „KI kann ein Motor des Fortschritts sein – aber nur, wenn sie auf einem rechtlich und ethisch soliden Fundament steht. Wenn Europa seine Kreativen verliert, verliert es nicht nur seine kulturelle Identität, sondern auch einen seiner stärksten Wirtschaftszweige. Dieses Potenzial zu opfern, bedeutet, die Zukunft Europas aufs Spiel zu setzen“, heißt es in dem offenen Brief der Initiative Creators for Europe United an Virkkunen.

Diese Forderungen stellt die europäische Kreativbranche

In ihrem Brief an die Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission benennt die Kreativbranche konkrete Maßnahmen, um den fortlaufenden Missbrauch ihrer Werke zu stoppen:

  1. Vollständige Transparenz über sämtliche Werke, Leistungen und Aufführungen, die zum Training generativer KI-Modelle und andere Zwecke verwendet wurden und werden.
  2. Faire Vergütung für die Nutzung ihrer Inhalte.
  3. Konsequente Durchsetzung bestehender Urheberrechtsgesetze – auch gegenüber globalen Tech-Konzernen.
  4. Einbindung der Kultur-, Kreativ- und Medienbranchen in alle regulatorischen Prozesse zur KI-Governance.

Der offene Brief von Creators for Europe United kann hier unterzeichnet werden.

Über Creators for Europe United 

Creators for Europe United setzt sich dafür ein, die Perspektiven der Kreativbranche in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen. Die Initiative vereint Akteur*innen aus Literatur, Musik, Film, Design, Presse, Architektur und weiteren Bereichen der Kultur- und Medienwirtschaft. 
 


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