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Deutschlands schönstes Regionalbuch 2025: Das sind die Gewinner*innen

Börsenverein und Stiftung Buchkunst zeichnen regionale Literatur aus / 15 Titel in drei Kategorien nominiert
Erstellt am 16.10.2025


Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse haben der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Stiftung Buchkunst heute die Gewinner*innen des Preises „Deutschlands schönstes Regionalbuch 2025“ bekanntgegeben. Das Ergebnis wurde in einer Live-Jurysitzung auf der Frankfurter Buchmesse ermittelt. Ausgezeichnet wurden drei Titel in drei Kategorien, die sich gegen vier weitere nominierte Bücher pro Kategorie durchsetzten.

Kategorie Sachbuch/Ratgeber: „Die Macher der Tuche“ von Ina Brink, erschienen im Eigenverlag.

Begründung des Jurymitglieds Ernst Georg Kühle: „Die Macher der Tuche“ ist ein kongeniales Gesamtkunstwerk. Die multitalentierte Autorin ist zugleich Familienchronistin, Gestalterin, Setzerin, Herausgeberin und Verlegerin in Personalunion. Die sorgfältigst produzierte Publikation ist sowohl eine inhaltliche als auch grafische und haptische Delikatesse.“

Kategorie Touristische Entdeckung: „The Quedlinburger“ von Anna Fulton-Schwindack, Katharina Schwindack und Anselm Schwindack, erschienen bei The Quedlinburger.

Begründung des Jurymitglieds Kristine Harthauer: „Die Offenheit, mit der die Stadt präsentiert wird, zeigt bereits die elegante offene Bindung. Das Buch klappt mit einer Leichtigkeit auf und zieht einen direkt in seinen Bann. Auch ist es trotz seiner kompakten Form überraschend leicht. Hier rücken die Orte und die Menschen in den Fokus, das wird auf den ersten Seiten klar. Auf festem, hochwertigem Papier finden wir zahlreiche Fotografien, die mit ihrer warmen Farbigkeit und vielen Detailaufnahmen Intimität erzeugen. Auf gelben Seiten gedruckte Rezepte wie für den „Münzenberger Muskuchen“ und ein leuchtend gelbes Lesezeichen, das gleichzeitig als Inhaltverzeichnis dient, runden die Gesamtkomposition ab. Modern, aber mit einem historischen Bewusstsein und offen fürs Neue – dieser Band handelt nicht nur von einer touristischen Entdeckung. Ihn zu lesen, kommt einer kleinen Reise gleich.“

Kategorie Literatur/Belletristik: „Meeresleuchten“ von Heinrich Detering (Herausgeber), erschienen im Wachholtz Verlag.

Begründung des Jurymitglieds Anja Wolsfeld: „Meeresleuchten zeigt auf poetische Weise die Vielfalt Schleswig-Holsteins, von der stürmischen Nordsee hin zu verwunschenen Buchten an der Ostsee. Der Kontrast zwischen der glitzernden Wasseroberfläche im Sonnenschein und der rauen See wird durch die Einbandgestaltung selbst gekonnt umgesetzt – unbezogene raue Graupappe trifft auf eine Heißfolienprägung in blau metallic. Die ausgewogene Umsetzung setzt sich im Inhalt fort: viel Weißraum trifft auf moderne serifenlose Typografie für Titel und Autor*in eines jeden Gedichts, während die Verse und Strophen selbst in einer klassischen Serifenschrift gesetzt sind.“

Mit dem Preis „Deutschlands schönstes Regionalbuch“ zeichnen der Börsenverein und die Stiftung Buchkunst Bücher aus, die einen regionalen Bezug haben und durch ihre Gestaltung, Bindung, Typographie und Gesamtkonzeption besonders hervorstechen und Verkäuflichkeit im Buchhandel vor Ort versprechen.

Die Jury

Die Jury für die Auszeichnung „Deutschlands schönstes Regionalbuch“ setzt sich zusammen aus regionalen Branchenexpert*innen aus Handel, Verlagen, Herstellung, Gestaltung und Literaturexpert*innen. Der Jury gehörten in diesem Jahr an: Dr. Matthias Grüb (8 grad verlag), Kristine Harthauer (SWR Kultur Audio), Ernst Georg Kühle (kühle und mozer / grafische entwerfer), Elena Ratkowitz (Umstädter Bücherkiste), Anja Wolsfeld (Offsetdruckerei Karl Grammlich GmbH).

Weitere Informationen unter www.boersenverein.de/deutschlands-schoenstes-regionalbuch.

Ein Pressefoto der Gewinnertitel ist verfügbar unter www.boersenverein.de/presse/pressefotos
 


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