Bundesverband

E-Book-Leihe in Bibliotheken: Ergebnisse des Runden Tischs gute Grundlage für neue Lizenzmodelle

gemeinsame Abschlussempfehlungen veröffentlicht / Peter Kraus vom Cleff dankt Claudia Roth für die Initiative
Erstellt am 30.10.2024


Der Runde Tisch zum E-Lending in öffentlichen Bibliotheken hat seine gemeinsamen Abschlussempfehlungen veröffentlicht. Über die vergangenen zwei Jahre haben Vertreter*innen von Verlagen, Autor*innen und Bibliotheken auf Einladung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über die Rahmenbedingungen für die Leihe von E-Books beraten. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der am Runden Tisch die Interessen der Buchbranche vertreten hat, begrüßt die gute Zusammenarbeit und die ausgesprochenen Empfehlungen. 

Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins: 
„Die Arbeit am Runden Tisch war konstruktiv und hat ein gemeinsames Verständnis für die Auswirkungen und benötigten Rahmenbedingungen der E-Book-Leihe geschaffen: E-Books werden bei der Leihe anders und intensiver genutzt als gedruckte Bücher. Die Bereitstellung einzelner Titel als E-Book-Leihe erst nach einer gewissen Frist, das sogenannte Windowing, verhindert unverhältnismäßig hohe Umsatzeinbußen in der gesamten Wertschöpfungskette, also bei Urheber*innen, Verlagen und Buchhandlungen. Dies sind wichtige gemeinsame Erkenntnisse. Auf dieser Grundlage können nun Lizenzmodelle ausgehandelt und erprobt werden, die den Interessen aller Beteiligten gerecht werden. Ebenso klar ist die Botschaft des Runden Tisches an Bund und Länder, dass digitale Mediennutzung in öffentlichen Bibliotheken nicht umsonst zu haben ist. Bibliotheksetats dürfen nicht gekürzt, sondern müssen dringend um ein Budget für digitale Medien ergänzt werden, um die Leihe von digitalen wie gedruckten Büchern zukunftsfähig gestalten zu können. Wir danken Kulturstaatsministerin Claudia Roth für diese wichtige Initiative.“

Die Ergebnisse im Detail sind im Studienbericht nachzulesen (inkl. 7-seitiger Zusammenfassung am Anfang der Studie).

Zur Pressemitteilung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien 


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