Bundesverband

Statement zum geplantem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Der Entwurf für das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht vor, den pauschalen Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung für geringfügig Beschäftigte (Minijobs) anzuheben. Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenverein, übt Kritik.
Erstellt am 27.04.2026


Statement von Peter Kraus vom Cleff zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz:

"Die geplante Erhöhung des pauschalen Arbeitgeberbeitrags für geringfügige Beschäftigung trifft die mittelständisch geprägte Buchbranche hart: Viele Buchhandlungen, Verlage und Auslieferungen arbeiten mit knappen Margen und müssen saisonale Spitzen (Weihnachtsgeschäft, Messen, Schulbuch) abfedern. Dafür sind Minijobs kein „Nice-to-have“, sondern oft betriebliche Notwendigkeit. Außerdem bieten Minijobs in der Buchbranche zahlreichen Menschen einen (Wieder-)Einstieg ins Erwerbsleben.

Problem: Die geplante Erhöhung verteuert diese Beschäftigung unmittelbar und verschärft den ohnehin bestehenden immensen Kostendruck (Gewerbemieten, Energie, Mindestlohn...), erheblich. Sie erzeugt damit weitere direkte Mehrkosten, die in der Buchbranche nicht über die Preise ausgeglichen werden können. Gleichzeitig soll die Beitragssatzstabilisierung faktisch über die Mehrbelastung einzelner Arbeitgebergruppen erreicht werden.

Folgen: gekürzte Aushilfsstunden, eingeschränkte Öffnungszeiten und ein schlechteres Angebot – im schlimmsten Fall Geschäftsaufgaben. Das schwächt kulturelle Nahversorgung, Vielfalt und Leseförderung.

Wir sagen klar: GKV stabilisieren – ja. Aber nicht auf dem Rücken der kulturellen Infrastruktur. Deshalb: Verzicht auf die Erhöhung des pauschalen Arbeitgeberbeitrags für geringfügig Beschäftigte."

 

Offizielle Stellungnahme des Börsenvereins herunterladen: Download


20.07.2026

Zukunftsparlament 2026: Jennifer Görges zur Sprecherin gewählt

Wahl durch das 18. Zukunftsparlament / Nachwuchskräfte tagen am Mediacampus Frankfurt / Diskussionen und Workshops sowie Mentoring- und Networking-Angebote

09.07.2026

Lesekompetenz sinkt, Handlungsbedarf wächst: Junge Menschen kaufen weniger Bücher

Knapp ein Drittel weniger Buchkäufer*innen zwischen 10 und 15 Jahren / Branchenumsatz geht insgesamt um 2,7 Prozent zurück / Medien- und Lesekompetenz müssen zur obersten Priorität in der Politik werden / www.boersenverein.de/buchmarkt

09.07.2026

Reading literacy declining, Need for action is growing: Young people are buying fewer books

Book buyers aged 10 to 15 down by nearly one-third / Total industry turnover decline of 2.7 percent / Media and reading literacy must become a top political priority / Current market figures can be found at: www.boersenverein.de/buchmarkt