In Szene gesetzt: Der Weg zum erfolgreichen Buchfoto
Gute Buchfotos und -videos funktionieren auch ohne großes Budget. Wie Sie mit einfachen Mitteln wirkungsvollen Social-Media-Content erstellen, erklärt Ihnen dieser Beitrag. | Ein Beitrag des Börsenvereins
Erstellt am 13.08.2026
Wenn Sie an die Erstellung von qualitativ hochwertigen Fotos und Videos denken, nehmen Sie vielleicht an, dass Sie sehr viel teures Equipment benötigen. Doch in der Realität genügen oft das Smartphone, ein gezielter Blick und ein wenig Geduld. Der Beitrag gibt Ihnen Tipps, wie das perfekte (Buch-)Foto oder -Video gelingt. Die Ratschläge dienen als Unterstützung, verlassen Sie sich also auch gerne auf Ihr Empfinden. Haben Sie keine Angst und probieren Sie, was für Ihren Account am besten passt. Und am wichtigsten: Haben Sie Spaß dabei, Ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.
"Für mich macht ein gutes Buchfoto aus, dass das Buch klar im Fokus steht und das Gesamtbild zugleich ansprechend wirkt. Auch bei einem schlichten Hintergrund lässt sich durch Perspektive und Licht Spannung erzeugen."
- Charlotte Wenk, Marketing Deutscher Buchpreis
Equipment
Um Beiträge für die sozialen Medien zu erstellen, brauchen Sie kein Profi-Equipment. In der Regel reicht einfach die Kamera eines neueren Smartphones. Gegebenenfalls kann es Sinn machen, sich eine umfangreichere Kameraapp aus dem App- oder Playstore herunterzuladen. Diese haben oft mehr Einstellungsmöglichkeiten als die Standard-Kamera-App.
Wenn Sie auch Videos aufnehmen möchten, steigern ein Mikrophon und ein Stativ die Qualität maßgeblich. Ansteckmikrophone, die auch von vielen Content-Creator*innen verwendet werden, können bereits günstig erworben werden. Ein Stativ kann beim Stabilisieren des Bildes helfen. Denn bereits kleine Bewegungen der Hand können dafür sorgen, dass Ihr Video wackelt. Ein klassisches Stativ ist jedoch nicht zwingend nötig. Sie können zum Beispiel auch Bücherstapel verwenden, um das Smartphone aufzustellen.
Licht
Die kostengünstigste und schönste Lichtquelle für die Content-Erstellung ist das Tageslicht. Allerdings können dadurch die Aufnahme-Zeiten minimiert werden. Am besten eignen sich Tage, an denen es hell ist, aber die Sonne nicht zu stark scheint. Bei Tageslicht muss leider ein wenig herumprobiert werden, um die schönsten Ergebnisse zu erzielen. Nehmen Sie mehrere Testbeiträge an verschiedenen Orten des Ladens oder auch vor der Tür auf.
Wenn Sie sich nicht auf das Tageslicht verlassen möchten, kann ein Ringlicht helfen. Schon lange bei Content-Creator*innen beliebt, schaffen sie eine gleichmäßige, selbst einstellbare Lichtquelle, die für ein gut ausgeleuchtetes Bild oder Video sorgt. Häufig gibt es diese auch in Kombination mit Stativen. Allerdings haben die Lichter auch einen Nachteil: Sie spiegeln sich in Glasflächen, wie Brillen oder Fenstern.
Alltagseindrücke sind gewünscht
Das Konsumverhalten in den sozialen Medien hat sich verändert: Während vor einigen Jahren generische Bilder noch ausreichten, bevorzugen viele eine Mischung des Contents mit Alltagseindrücken. Scheuen Sie sich also nicht davor Ihren Laden, ein Bücherregal oder einen Büchertisch im Hintergrund zu zeigen. Wichtig ist natürlich, dass dieser wohl sortiert ist. Ist das dargestellte Buch zu wenig zu sehen, können Sie in Ihrer Kamera-App ganz einfach den Hintergrund weich stellen – das funktioniert meist über den Porträtmodus.
Inhalte mit echten Menschen kommen beim Publikum besser an. Machen Sie also gerne auch Fotos von Mitarbeitenden und ihren Buchempfehlungen. Das wirkt persönlich und kann die Kundenbindung stärken. Natürlich müssen die abgebildeten Personen der Aufnahme zustimmen.
Bildsprache/Stil
Die Bildsprache und der Stil von Kanälen in den Sozialen Medien sind so individuell wie jede Buchhandlung und jeder Verlag. Nutzen Sie die Kreativität, die Sie in den Laden oder den Verlag gesteckt haben, auch für Ihre Fotos. So entspricht Ihr Stil auf den sozialen Medien bestenfalls dem Ihrer Ladenfläche beziehungsweise Ihrem Branding (also beispielsweise der Covergestaltung).
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Beispiel aus dem Buchhandel
Ihre Beiträge entsprechen im besten Fall dem Stil Ihres Ladens. Binden Sie dafür auch gerne besondere Elemente ein.
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Beispiel aus dem Verlag
Sind Ihnen künstlerische Cover wichtig, macht es Sinn auch die Bilder so zu gestalten.
Gegebenenfalls ist es sinnvoll Ihre Bilder zu bearbeiten. Dazu gibt es einige kostenlose Apps. Ein Tutorial in unserem Wissenshub zeigt Ihnen zum Beispiel, wie Sie Canva nutzen können (in der Basisversion kostenfrei). Falls Sie die Bearbeitung beispielsweise aus Zeitgründen nicht schaffen, können auch KI-Tools helfen. Die IG Digital hat eine Liste erstellt, auf der sie verschiedene Tools finden können, die Ihren Anforderungen entsprechen.
"Ein praktischer Tipp, damit die Fotos später nicht noch einmal gemacht werden müssen: Prüfen Sie vor dem Fotografieren, ob alle Titel lesbar sind – vor allem bei einem Bücherstapel, da die Buchrücken oft in unterschiedliche Richtungen bedruckt sind."
- Charlotte Wenk, Marketing Deutscher Buchpreis
Bücher in Bewegung setzten
Social-Media-Nutzer*innen bevorzugen inzwischen vor allem Videos und bewegte Inhalte, Da die Erstellung von Videos aufwändiger ist, kann eine Mischung aus Fotos und Videos ein guter Mittelweg sein.
Für einen Videobeitrag ist es essenziell sich im Vorhinein einen Plan zu machen. Beantworten Sie sich dafür folgende Punkte:
- Ziel und Botschaft: Was möchte ich mit meinem Reel aussagen? Welche Gefühle oder Reaktionen möchte ich auslösen?
- Zielgruppe und Relevanz: Wen möchte ich ansprechen? Welche Probleme, Bedürfnisse oder Interessen meiner Zielgruppe thematisiere ich?
- Story & Aufbau: Welcher Start gewinnt die Aufmerksamkeit in den ersten drei Sekunden? Welche Kernpunkte möchte ich vermitteln? Mit welchem Call-to-Action ende ich?
- Stil & Umsetzung: Soll es informativ, unterhaltsam, inspirierend oder emotional sein?
- Welche visuellen Elemente, Geräusche und Effekte passen zur Botschaft?
Thematisch können Sie einen breiten Rahmen abdecken. Im Buchladen könnte das ein Q&A mit dem Buchhandlungsteam, ein Empfehlungsvideo oder ein Morgen im Buchladen sein. Letzteres macht zum Beispiel auch Louisa Dellert in ihrem Buchcafé @sisu_lou_ Im Verlag lassen sich auch ein Q&A oder Empfehlungen von dem Team oder auch von Autor*innen umsetzen. Wie beispielsweise der @dtv-Verlag in einem “Read with me” umsetzt.
Ein aufwändiges Video mit Personen ist nicht immer nötig. So können Sie beispielsweise das Blättern durch ein Buch aufnehmen und am Ende den Titel zeigen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Falls Sie keine Ideen haben, können Sie auch die Trends auf den Social-Media-Plattformen verfolgen.
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