Ausgezeichnete Werke Oktober 2018

Ausgezeichnete Werke

Im Herbst 2018 hat die Jury 16 Werke zur Förderung ausgewählt - diese waren:

  • Theodor W. Adorno: „Kranichsteiner Vorlesungen (Nachgelassene Schriften, Abt. IV, Bd. 17)“ (Suhrkamp Verlag AG)
  • Gleb J. Albert: „Das Charisma der Weltrevolution Revolutionärer Internationalismus in der frühen Sowjetgesellschaft 1917–1927“ (Böhlau Verlag GmbH & Cie)
  • Rüdiger Bergien: „Im "Generalstab der Partei"“ (Ch. Links)
  • Burkhard Josef Berkmann: „Internes Recht der Religionen – Einführung in eine vergleichende Disziplin“ (W. Kohlhammer)
  • Leonhard Emmerling: „Kunst der Entzweiung“ (Turia + Kant)
  • Lutz Fiedler: „Matzpen, Eine andere israelische Geschichte“ (Vandenhoeck & Ruprecht)
  • Heide Gerstenberger: „Markt und Gewalt. Die Funktionsweise des historischen Kapitalismus“ (Westfälisches Dampfboot)
  • Dieter Grimm mit Oliver Lepsius, Christoph Waldhoff und Matthias Roßbach: „Ich bin ein Freund der Verfassung“ (Mohr Siebeck)
  • Thomas Macho: „Das Leben nehmen. Suizid in der Moderne“ (Suhrkamp)
  • Regina Mühlhäuser: „Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion 1941–1945“ (Hamburger Edition)
  • Beate Rössler: „Autonomie. Ein Versuch über das gelungene Leben“ (Suhrkamp)
  • Susanne Schattenberg: „Leonid Breschnew“ (Böhlau Verlag)
  • Christoph Schulte: „Zimzum. Gott und Weltursprung“ (Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag)
  • Nina Seiler: „Privatisierte Weiblichkeit“ (transcript Verlag)
  • Hubert Treiber: „Max Webers Rechtssoziologie – eine Einladung zur Lektüre“ (Otto Harrassowitz Verlag)

Sonderpreis

Der Wissenschaftshistoriker Fabian Krämer erhält den Sonderpreis im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ für seine Dissertation „Ein Zentaur in London. Lektüre und Beobachtung in der frühneuzeitlichen Naturforschung“ (Didymos-Verlag). 

In ihrer Begründung sagt die Jury: „Der Historiker Fabian Krämer fragt in seinem Buch nach den Gründen für die wissenschaftlichen Revolution und legt eine überraschende Antwort vor. Für das Verschwinden der Fabeltiere aus der Wissenschaft findet er einen neuen Erklärungsansatz: ein sich wandelndes Wissenschaftsideal. Nicht Naturbeobachtung und Messinstrumente vertreiben Zentauren und Einhörner, sondern ein neues Forscherideal, das die Urteilskraft anstelle des Staunens ins Zentrum rückt. Für die These führt er eine beeindruckende Zahl von Quellen ins Feld.“