Projekte des Börsenvereins und der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins

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Geisteswissenschaften International

Geförderte Titel

Die zuletzt zur Förderung durch Geisteswissenschaften International ausgezeichneten Werke

Ausgezeichnete Werke im Frühjahr 2020

Im Frühjahr 2020 hat die Jury 14 Werke zur Förderung ausgewählt - diese waren:

  • Caroline Arni: „Pränatale Zeiten. Das Ungeborene und die Humanwissenschaften (1800-1950)“ (Schwabe)
  • Patrick Eiden-Offe: „Die Poesie der Klasse“ (Matthes & Seitz Berlin)
  • Sebastian Gießmann: „Die Verbundenheit der Dinge. Eine Kulturgeschichte der Netze und Netzwerke“ (Kulturverlag Kadmos)
  • Jürgen Habermas: „Auch eine Geschichte der Philosophie. Bde. 1 und 2“ (Suhrkamp)
  • Hans G. Kippenberg: „Regulierungen der Religionsfreiheit. Von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu den Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte“ (Nomos)
  • Fabian Klose: „,In the Cause of Humanity‘. Eine Geschichte der humanitären Intervention im langen 19. Jahrhundert“ (Vandenhoeck & Ruprecht)
  • Victor Mauer: „Brückenbauer. Großbritannien, die deutsche Frage und die Blockade Berlins 1948-1949“ (De Gruyter)
  • Tilman Nagel: „Mohammed. Zwanzig Kapitel über den Propheten der Muslime“ (De Gruyter)
  • Olena Petrenko: „Unter Männern. Frauen im ukrainischen nationalistischen Untergrund 1944-1954“ (Ferdinand Schöningh)
  • Eva von Redecker: „Praxis und Revolution. Eine Sozialtheorie radikalen Wandels“ (Campus)
  • Kerstin Stakemeier: „Entgrenzter Formalismus. Verfahren einer antimodernen Ästhetik“ (b_books)
  • Susanne Strätling: „Die Hand am Werk. Poetik der Poiesis in der russischen Avantgarde“ (Wilhelm Fink)
  • Hans-Ulrich Wiemer: „Theoderich der Große“ (C.H. Beck)

Sonderpreis

Der Sonderpreis im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ geht in diesem Frühjahr an eine Dissertation: Dr. Daniel Tödt vom Institut für Asien- und Afrikawissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin wird für seine Untersuchung „Elitenbildung und Dekolonisierung. Die Évolués in Belgisch-Kongo 1944-1960“ prämiert. Das Buch ist im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erschienen. Insgesamt profitieren im Frühjahr 2020 14 geisteswissenschaftliche Werke von einer Übersetzungsförderung. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, der Wissenschaftsfonds der VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr hervorragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung.

Die Jury begründet ihre Entscheidung: „Daniel Tödts Dissertation ist bahnbrechend. Gegen den bis heute vorherrschenden Trend der Fixierung auf den antikolonialen Befreiungskampf und die kolonialen Aggressoren kommen in seinem Werk die einheimischen kongolesischen Eliten in den Blick, die ihre soziale Emanzipation, Fortschritt und Entwicklung zunächst innerhalb des Kolonialsystems sahen, aber dann Träger der Unabhängigkeitsbewegung und der postkolonialen Regierung wurden. Aus Quellen, Archiven, Zeitungen und Romanen entwickelt der Autor minutiös ein differenziertes Bild einer Kolonialgesellschaft und ihrer Sozialstruktur. In einer angenehm nüchtern eleganten Sprache entsteht ein hochinteressanter, in vielen Episoden sehr anschaulicher, differenzierter Blick auf die afrikanische Kolonialgesellschaft, der die Akteure ernst nimmt und ihnen eine Stimme gibt. Eine Übersetzung ist dringend notwendig als Beitrag für die internationalen postkolonialen Debatten heute.“

Neben dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Luca Giuliani (Wissenschaftskolleg zu Berlin) gehören der Jury an: Prof. Dr. Tilman Allert (Universität Frankfurt, emeritiert), Barbara Budrich (Barbara Budrich Verlag), Alexander Cammann (Die ZEIT), Prof. Dr. Philipp Gassert (Universität Mannheim), Dr. Jan Niklas Howe (Universität München), Prof. Dr. Doris Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Christoph Menke (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Gloria Meynen (Universität Friedichshafen), Dr. Martin Rethmeier (De Gruyter), Dr. Julia Voss (Universität Lüneburg).

Frühere Förderungen

Eine komplette Liste aller Werke, die im Rahmen von Geisteswissenschaften International gefördert wurden, ist abrufbar per Mail unter geisteswissenschaften-internationalNO SPAM SPAN!@boev.de.