Aktuelles

Prompting in der Verlags-Praxis: Die wichtigsten Bausteine für gute Ergebnisse

Wer mit KI gute Ergebnisse erzielen will, muss präzise prompten. Der Beitrag zeigt, wie klare Anweisungen bessere Antworten ermöglichen. Er gibt praktische Tipps und Beispielprompts an die Hand. | Ein Beitrag des Börsenvereins
Erstellt am 18.03.2026


Ein Prompt ist nichts anderes als eine Anweisung oder eine Frage, die wir der KI stellen. Dabei ist es genauso wie im Umgang mit Menschen wichtig, diese klar und durchdacht zu formulieren und wichtige Details zu ergänzen. Im besten Fall sollten Sie also Prompts wie Aufträge an Auszubildende ausdrücken. Nur so versteht die KI, was Sie von ihr möchten und kann somit ihre Leistung verbessern. 

Bevor Sie einen Prompt formulieren, lohnt sich eine kurze Vorüberlegung: Eignet sich die Aufgabe überhaupt für KI? Das ist in der Regel dann der Fall, wenn die Aufgabe einen gewissen Wiederholungs- oder Standardisierungsgrad hat, Sie die einzelnen Schritte zur Lösung beschreiben könnten und Sie ein klares Bild davon haben, was das Ergebnis leisten soll, für wen es gedacht ist und in welchem Kontext es verwendet wird.

Grundlegend heißt das also: Umso spezifischer der Prompt, desto besser das Ergebnis. Solch ein detaillierter Prompt ist kein Hexenwerk, denn es gibt Bausteine, die uns eine Orientierung für das Prompt-Schreiben geben können. Eine detaillierte Reihenfolge ist mittlerweile nicht mehr nötig. Wenn es Ihnen leichter fällt Ihre Aufgabe mündlich zu formulieren, kann auch die Sprachfunktion genutzt werden. Entscheidend ist nur, dass Sie der KI alle nötigen Informationen mitteilen. Das kann auch mal schnell zu einem längeren Gespräch ausufern, die teilweise zu einem ganz anderen Thema führen. Um dies zu verhindern, können Sie einfach Ihren ersten Prompt kopieren und die im Gespräch ermittelten Justierungen anpassen.

Baustein 1: Aufgabe – kurz WAS?
Mehr erfahren
Baustein 2: Kontext – kurz FÜR WEN?
Mehr erfahren
Baustein 3: Format – kurz WIE?
Mehr erfahren

Profi-Tipp: Sie können auch am Ende den Gesprächsverlauf von der KI zu einem wiederverwendbaren Prompt zusammenfassen lassen. Bei diesem müssen dann nur noch die jeweiligen Details verändert werden. 

Prompts zum Download:

Die Prompt-Templates bieten wir Ihnen als Textdateien zum Download an, damit Sie diese in Ihren eigenen Chatbot kopieren können.

Prompting-Techniken

Neben dem strukturierten Aufbau eines Prompts lohnt es sich, grundlegende Techniken zu kennen, die Ihnen helfen, das Beste aus der KI herauszuholen – je nachdem, wie komplex Ihre Aufgabe ist. Drei Methoden haben sich hier in der Praxis bewährt und werden auch 2026 weiter genutzt:

  1. Die einfachste Methode ist das sogenannte Zero-Shot Prompting: Sie stellen der KI eine direkte Frage oder formulieren eine Aufgabe, ohne ihr Beispiele zu liefern. Das funktioniert gut für klare, unkomplizierte Aufgaben wie das Zusammenfassen eines Textes oder das Übersetzen eines Klappentextes. Umso präziser Ihre Anweisung ist, desto besser fällt das Ergebnis aus – auch hier gilt also: Nutzen Sie die drei Bausteine Aufgabe, Kontext und Format.
  2. Wenn Sie möchten, dass die KI einen ganz bestimmten Stil oder eine bestimmte Struktur trifft – zum Beispiel für Social-Media-Posts oder Produktbeschreibungen – hilft Few-Shot Prompting weiter. Dabei geben Sie der KI zwei bis fünf Beispiele mit, die zeigen, wie das Ergebnis aussehen soll. So lernt das Modell aus Ihrer Vorlage und orientiert sich daran. Das spart Ihnen Korrekturrunden und liefert auf Anhieb passendere Ergebnisse.
  3. Für komplexere Aufgaben – etwa die Analyse einer Marktsituation oder die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie – empfiehlt sich Chain-of-Thought Prompting. Hier bitten Sie die KI ausdrücklich, schrittweise vorzugehen. Ein einfacher Zusatz wie „Denke Schritt für Schritt" reicht oft schon aus, um deutlich durchdachtere und nachvollziehbarere Antworten zu erhalten. Noch wirkungsvoller wird diese Methode, wenn Sie der KI einen klaren Rahmen vorgeben – also etwa eine nummerierte Abfolge von Aspekten, die sie berücksichtigen soll.

In der Praxis lassen sich diese drei Techniken auch miteinander kombinieren: Wer bei einer komplexen Aufgabe sowohl Beispiele als auch eine schrittweise Anleitung mitliefert, erzielt in der Regel die besten Ergebnisse.


Unsere Partner bieten Dienstleistungen und Beratung zu diesem Thema an:

Das könnte Sie auch interessieren: 

Digitaler Wissens-Hub


18.03.2026

Prompting in der Verlags-Praxis: Die wichtigsten Bausteine für gute Ergebnisse

Wer mit KI gute Ergebnisse erzielen will, muss präzise prompten. Der Beitrag zeigt, wie klare Anweisungen bessere Antworten ermöglichen. Er gibt praktische Tipps und Beispielprompts an die Hand. | Ein Beitrag des Börsenvereins

13.03.2026

Webinar: KI-Einführung im Verlag: Piper und Kosmos berichten

In einem neuen KI-Webinar widmeten wir uns praktischen Tools im Verlag sowie der Frage, wie der Einstieg gelingt. Die Aufzeichnung finden Sie hier. | Ein Beitrag des Börsenvereins

11.03.2026

Loslegen! Podcast: Jana Brammer, warum ist Begeisterung so wichtig?

Staffel 3, Folge 1 von Loslegen! Der Podcast für mehr Innovation in der Buchbranche. | Ein Beitrag der PG Business Development der IG Digital