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Ergebnisse der KI-Studie 2026
Die IG Digital des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hat gemeinsam mit der Unternehmensberatung HIGHBERG und in Kooperation mit dem Börsenblatt zum zweiten Mal die Nutzung künstlicher Intelligenz in Verlagen abgefragt. Die Ergebnisse zeigen, dass KI deutlich an Relevanz gewinnt: Während 2025 nur 9% der Befragten die Bedeutung von KI als hoch oder sehr hoch einschätzen, stieg die Zahl 2026 auf 31%. Für 2031 prognostizierten sogar 83% der Teilnehmenden eine hohe bis sehr hohe Relevanz. Besonders größere Verlage mit Umsätzen über 10 Millionen Euro sehen das strategische Potenzial von KI. Verlage erwarten von KI vor allem Effizienzgewinne bei Prozessen (62% positive Bewertungen), Marktanalysen (55%) und Mitarbeiterproduktivität (43%). Strategische Potenziale wie neue Geschäftsmodelle, Wettbewerbsvorteile oder verbesserte Kundenzufriedenheit werden zurückhaltender bewertet.
Die Nutzung von KI hat sich professionalisiert: 62 % der Verlage setzen auf formale Unternehmens- oder Einzelplatzlizenzen für KI-Tools. 14% der Befragten nutzen noch private Accounts. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen kleinen und großen Verlagen. Während größere Unternehmen verstärkt auf strukturierte Ansätze setzen, wählen kleinere Verlage häufig flexible, pragmatische Lösungswege. Auch das selbsteingeschätzte KI-Know-how in den Verlagen hat sich verbessert: 62% bewerten ihre Kenntnisse heute als gut oder sehr gut (2025: 38%).
Im Bereich KI-Governance besteht noch Verbesserungsbedarf: So verfügen etwa zwei Drittel der Unternehmen bisher über keine dokumentierte KI-Strategie oder entsprechende Mitarbeiterrichtlinien, ein Drittel haben solche auch nicht in Planung. Die größten Herausforderungen sehen Verlage in rechtlichen Fragen zum Urheberrecht (59%), der Qualität von KI-generierten Inhalten (54%) und fehlenden Mitarbeiterkompetenzen (50%). Prozesse zur Qualitätssicherung und Kennzeichnung KI-gestützter Inhalte sind noch nicht flächendeckend eingeführt: Nur 72% der Befragten geben an, eine verpflichtende menschliche Prüfung vor der Veröffentlichung KI-gestützter Inhalte implementiert zu haben.
Insgesamt zeigt die Studie eine Branche im digitalen Wandel: KI entwickelt sich vom experimentellen Werkzeug zu einem festen Bestandteil des Verlagsalltags. Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten bei rechtlichen Rahmenbedingungen und der strategischen Ausrichtung, die weiteren Handlungsbedarf signalisieren.
An der Umfrage nahmen 196 Fach- und Führungskräfte aus Verlagen unterschiedlicher Größe und Programmschwerpunkte teil.
Die vollständigen Studienergebnisse stehen hier zum Download bereit:
- Ergebnisse der KI-Studie 2026
Gemeinsame Studie der IG Digital mit der Unternehmensberatung HIGHBERG
- Landkarte zum Einsatz von KI in Verlagen
Gesamtüberblick über das KI-Universum in Verlagen auf Basis der KI-Umfrage-Ergebnisse
