Woche der Meinungsfreiheit 2026: Die Frage nach Wahrheit ist Programm
Vielfältiges Programm zur Woche der Meinungsfreiheit im Superwahljahr 2026 / Frankfurter Eröffnung am 5. Mai in der Paulskirche mit Christian Berkel, Michel Friedman und Robert Habeck / erneut Buchhandelsaktion „Dem verbotenen Buch eine Stimme geben!“
Erstellt am 05.03.2026
Leuchtturmveranstaltungen in Berlin, München, Stuttgart, Köln und Frankfurt
Im Superwahljahr 2026 ruft die Woche der Meinungsfreiheit unter dem diesjährigen Motto „Was ist wahr“ zu bundesweiten Aktionen auf. Die Frage nach der Verlässlichkeit von Informationen, dem Zusammenhang zwischen Fakenews und der Destabilisierung von demokratischen Prozessen und dem Bedürfnis nach einem offenen Meinungsaustausch werden in der Woche vom 3. bis 10. Mai 2026 u.a. durch Diskussionen, Lesungen und Ausstellungen vor Publikum aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
Die Frankfurter Eröffnung findet am 5. Mai in der Paulskirche statt: „Was ist wahr? Über die Fragilität von Demokratien und den Zusammenhang von Wissen und Mündigkeit“ diskutieren Schauspieler und Autor Christian Berkel, Jurist und Philosoph Michel Friedman und der ehemalige Vizekanzler Robert Habeck im Gespräch mit Katja Gasser. Gefördert wird die Veranstaltung von World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 und der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte.
In München diskutieren am 4. Mai im NS-Dokumentationszentrum die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook, der SZ-Journalist Jens-Christian Rabe und der Schriftsteller und PEN-Präsident Matthias Politycki über die Freiheit des Wortes, Fakten und Deutungshoheit und die Verlagsgruppe Penguin Random House veranstaltet am 5. Mai in Kooperation mit der Stadt München und dem Literaturhaus München eine Podiumsdiskussion u.a. mit dem Journalisten und Autor Hasnain Kazim und der Historikerin Ruth Hoffmann. In Berlin lädt der Deutsche Bibliotheksverband am 6. Mai zu einer Podiumsdiskussion in die Zentral- und Landesbibliothek ein, um u.a. mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer über das Spannungsfeld von Informationsfreiheit und Meinungsfreiheit zu diskutieren. Und in Stuttgart widmet die Württembergischen Landesbibliothek gemeinsam mit JAB Journalistische Aus- und Weiterbildung Baden-Württemberg e.V. und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels Baden-Württemberg e.V. dem Thema Meinungsfreiheit eine komplette Veranstaltungsreihe.
Weitere Highlights sind eine Ausstellung zu Timothy Snyders Buch „Über Tyrannei“ mit Begleitveranstaltung im Deutschen Exilarchiv Frankfurt, Podien und Workshops unter anderem zum Thema „Politmagazine & Emotionen“ im Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig sowie „Neue Ästhetik des Widerstands“ am 9. Mai im Frankfurter Club TOKONOMA mit Bühnengespräch, Konzert und DJ-Sets, veranstaltet u.a. von der Frankfurter Buchmesse.
Veranstaltungen im öffentlichen Raum
Für den 5. Mai planen die regionalen Zeitungsverlage im gesamten deutschsprachigen Raum den Tag des Lokaljournalismus mit dem Ziel, die Leistungsstärke lokaler Medien und lokaler Berichterstattung auch jenseits des traditionellen Printformats unter Beweis zu stellen. Der Tag des Lokaljournalismus ist eine Initiative von Ippen.Media und DRIVE, der von dpa und Highberg/Schickler koordinierten Digital Revenue Initiative, der 30 Verlage aus dem deutschsprachigen Raum angehören.
In seinem neuen Kinofilm Gelbe Briefe erzählt der Oscar®-nominierte Regisseur İlker Çatak von einem Paar, das durch die Willkür eines autoritären politischen Systems unter Druck gerät und sich zwischen seinen Idealen und Anpassung entscheiden muss. Als erster deutscher Film seit 20 Jahren holte das Politdrama den Goldenen Bären bei der Berlinale 2026. Nach der dortigen Weltpremiere lauft der Film ab 5.3. deutschlandweit an. Im Rahmen der Deutschland-Premieren ist die Woche der Meinungsfreiheit präsent und ruft u.a. die Partnerkinos dazu auf, den Film unter dem Dach der Aktionswoche im Mai zu spielen.
Aktionen für Kinder und Jugendliche
Unter dem Motto„Ich lese, bilde mir eine Meinung und lasse mir nichts vorlügen“ verteilt die VEMAG Verlags- und Medien AG in Köln in der Woche der Meinungsfreiheit erneut Büchertüten an Kinder in sozialen Brennpunkten – in diesem Jahr 6.000 Stück. Die Tüte enthält nicht nur Bücher aus dem eigenen Kinderbuchverlag Schwager und Steinlein, sondern auch die Broschüre „WAS IST WAS Demokratie“ aus dem Tessloff Verlag.
Gemeinsam mit dem Deutschen Bibliotheksverband plant die dpa ein Online-Training zum Thema Informationsbeschaffung und Websuche am 6. Mai.
Auf Initiative der Stiftung Fantastische Teens findet vom 4. bis 8. Mai in Hamburg an der Stadtteilschule Lurup zum 2. Mal eine Schreibwerkstatt zum Thema „Wirklich wahr?“ statt. Eine externe Jury zeichnet pro Klasse zwei Texte aus, aus denen auf der Schlusspräsentation gelesen wird.
Unter dem Motto „Kunst als Mittel der Meinungsfreiheit“ veranstaltet die Staatsgalerie Stuttgart in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels/Landesverband Baden-Württemberg e.V. vom 5. bis 8. Mai Seminare und Workshops für Schulklassen ab Klassenstufe 8 (mit freundlicher Unterstützung des Gerstenberg Verlags).
Aktion im Buchhandel: Dem verbotenen Buch eine Stimme geben!
Auch in diesem Jahr ruft die Woche der Meinungsfreiheit den Buchhandel – als Ort der Demokratie und Begegnungsstätte für einen offenen und freien Austausch – herzlich dazu auf, dem verbotenen Buch eine Stimme zu geben – als Flashmob, Lesung, Autorengespräch, Diskussion, Präsentation verbannter Bücher u.v.m. Die Woche des Unabhängigen Buchhandels sowie LG Buch, Nordbuch, eBuch und Buchwert sind wieder Multiplikatoren der Aktion.
Eine Bücherliste der IG Meinungsfreiheit zum Thema Meinungsfreiheit und Demokratieförderung steht ab sofort unter Woche der Meinungsfreiheit - Börsenverein zur Verfügung. Kostenfreies Dekomaterial (Poster und Lesezeichen) zur Bewerbung der Woche der Meinungsfreiheit wird Ende März verschickt und steht ebenfalls zum Download bereit.
Über die Woche der Meinungsfreiheit
In Zusammenarbeit mit der Frankfurter Agenturallianz hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels 2021 die Woche der Meinungsfreiheit ins Leben gerufen, um für die Bedeutung der Meinungsvielfalt zu werben. Seit 2024 richtet die vom Börsenverein gegründete Stiftung Freedom of Expression die Aktionswoche aus, mit der Unterstützung ihrer Kooperationspartner und Förderer.
Verlage, Buchhandel, Bibliotheken und weitere Unternehmen sowie Organisationen, Institutionen und Privatpersonen sind eingeladen, mit eigenen Veranstaltungen, Aktionen und Projekten für die Meinungsfreiheit einzustehen. Alle Interessierten können ihre Beiträge im Veranstaltungskalender der Woche der Meinungsfreiheit eintragen: www.woche-der-meinungsfreiheit.de/#mach-mit.
Die Woche der Meinungsfreiheit hat bisher über 500 Millionen Menschen durch ihre Kampagne erreicht und wurde im Jahr 2022 mit dem Internationalen Deutschen PR-Preis ausgezeichnet.
Service und Kontakt:
Weitere Informationen unter www.woche-der-meinungsfreiheit.de
Anmeldung der Veranstaltung unter www.woche-der-meinungsfreiheit.de/#mach-mit
Bestellung kostenfreies Dekomaterial: meinungsfreiheit@boev.de.
Fragen zum Programm:
Politycki & Partner, Literatur- und Pressebüro I Birgit Politycki I bp@politycki-partner.de
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