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Crowdfunding: Wie man ohne Startkapital aber mit Hartnäckigkeit erfolgreich sein kann

Erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen beweisen: Kreativität und Hartnäckigkeit können genauso viel wert sein wie Geld – wenn man es schafft, andere zu begeistern. | Ein Beitrag des Börsenvereins
Erstellt am 03.01.2025


Die Verlage &Töchter, Woywod & Meurer und Edition Moderne oder die Alpha-Buchhandlung in Woltersdorf haben’s alle getan. Gerade die Pandemiezeit hat gezeigt: Crowdfunding ist eine gute Möglichkeit, um finanzielle Unterstützung für den eigenen Verlag, ein neues Buch oder die Buchhandlung zu bekommen, und um Werbung genau dafür zu machen (zumindest wenn die Kampagne von anderen Menschen entsprechend geteilt wird). 

Doch gehen wir zunächst einen Schritt zurück: Was genau ist Crowdfunding überhaupt? Das Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Spenden, hat aber auch ein paar fundamentale Unterschiede. Es geht darum, dass möglichst viele Menschen zusagen, einen gewissen Betrag beizusteuern – entsprechend lautet die Übersetzung des Begriffs auch „Gruppenfinanzierung“. Verwaltet wird die Kampagne zumeist über eine externe Plattform.  

Der Ablauf einer Kampagne 

Was Crowdfunding von regulären Spenden unterscheidet, ist zum einen, dass man bei den meisten Anbietern ein (selbst gewähltes) Spendenziel erreichen muss, sonst ist die Aktion gescheitert und die Unterstützer*innen bekommen ihr Geld zurück – ein Alles-oder-nichts-Prinzip also. Außerdem gibt es je nach Betrag Goodies. Die können ganz verschieden ausfallen, etwa ideeller Natur (zum Beispiel „Ewiger Dank“ für 10 Euro) oder kleinere Nice-to-Haves wie eine persönliche Widmung oder eine Erwähnung in der Danksagung im finanzierten Buch, ganz konventionell Accessoires wie Jutebeutel, Mützen und Poster oder bei bedeutend höheren Beträgen ein Abendessen mit der Lektorin oder dem Buchhändler, ein Rundgang durch den Verlag, eine Nacht in der Buchhandlung zu verbringen... Es gilt, kreativ zu sein! Und genau deswegen entscheiden sich viele für dieses Modell: Man gibt für das Geld etwas zurück, anstatt nur auf Spenden angewiesen zu sein. 

Vor dem Start einer Kampagne ist essentiell, den potentiellen Unterstützer*innen eindeutig klarzumachen, was das Ziel des Projekts ist. Für gewöhnlich geben Plattformen auch Fragen vor (zum Beispiel wer dahintersteht und was mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung passiert), die beantwortet werden müssen. Hilfreich ist zudem, ein kurzes Video oder andere visuelle Eindrücke einzubinden, die den Unterstützer*innen einen emotionaleren Zugang zum Projekt ermöglichen. Wer da unsicher ist: Viele Crowdfunding-Anbieter bieten den Service an, vor dem Onlinegang beratend zur Seite zu stehen.  

Erst nach Ablauf der Kampagnenzeit und erfolgreicher Finanzierung wird das Geld überwiesen und die Initiator*innen können sich an die Arbeit machen; für die Plattformen fällt eine Provision von einigen Prozent der Fundingsumme an. In diesem Kontext relevant: Dieses Geld bezahlen in der Regel diejenigen, die das Projekt gründen, nicht die Unterstützer*innen – es ist deswegen wichtig, ihnen zu verdeutlichen, dass zu dem gewählten Betrag keine versteckten Extrakosten dazukommen. 


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