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Blogbeitrag Nachwuchsblog

Eine kleine Hommage auf die Antiquariate

Johanna Schwarz entführt Euch in die wunderbare Welt der Antiquariate. Erfahrt im Beitrag, warum diese besonderen Buchorte oft einen unerwarteten, stillen Glanz besitzen und wie Ihr die Welt der Antiquariate weiter für Euch entdecken könnt.
Erstellt am 02.10.2021


Von Johanna Schwarz

Ein leises Klingeln, wenn man den Raum betritt. Und dann direkt dieser besondere Geruch. Ein Geruch, der das Herz einer jeden bibliophilen Seele höherschlagen lässt. Es duftet nach Büchern. Aber nicht nach neuen und auch nicht nach eingeschweißten Büchern oder gar nach künstlich nach Druckerei riechenden. Stattdessen der Geruch von Geschichten. Von Erzählungen, die es zu entdecken gilt; Märchen, die man noch nicht kennt; Romanen, die einen in andere Welten entführen. So wie man bereits beim Betreten des Antiquariats selbst in eine andere Welt entführt wird.

Auch wenn sie die bekanntesten Bücherorte sind, so gibt es längst nicht nur die großen Buchhandlungsketten. Es gibt auch die kleinen, die versteckten, die weniger populären Orte: die Antiquariate. Lange waren Antiquariate etwas Eigenartiges, Mysteriöses; man vermutete dort nur alte, wertvolle Bücher, die wohl kaum für das eigene Bücherregal geeignet wären. Doch in den letzten Jahren blühten in vielen Städten Antiquariate in allen Formen und Größen auf. Hier sind längst nicht mehr nur teure Unikate zu finden, sondern Bücher für jedermann. Ein Mängelexemplar des »Rosie-Projekts« steht dort auch gerne einmal direkt neben dem französischen Klassiker »Der kleine Prinz«. Und auch wenn diese beiden Bücher verschiedener kaum sein könnten, so gehören sie hier doch nebeneinander. Es gibt keine Einteilung nach Genres, keine Vorsortierungen, keine arrangierten Verkaufstische mit den neusten Spiegel-Bestellern. Vielmehr stehen die Bestseller vergangener Jahre neben Büchern, die es nie auf eine solche Liste geschafft und trotzdem ihren Platz in der Bücherwelt verdient haben.

Klassische Buchhandlungen sind und bleiben natürlich etwas ganz Besonderes. Neue Bücher, neue Geschichten, das Unbekannte zu entdecken – das hat etwas Einzigartiges. Und doch sollten wir die Antiquariate nicht vergessen, sie nicht in den kleinen Häuserecken, den verwinkelten Gassen oder versteckten Hinterhöfen unentdeckt lassen. Kaum ein anderer Laden lädt so zum Stöbern und Schmökern ein, wie ein Antiquariat. Wenn man erst einmal dort ist, fällt es schwer, nicht jedes Buch aus dem Regal zu ziehen, nicht Stunde um Stunde hier zu verbringen, in einer Welt aus Buchstaben, Worten und Geschichten. Man kann sich hier verlieren. Man darf sich hier verlieren. Und wenn man wieder auftaucht, dann hat man meist ein paar Bücher mehr im Schrank, den Kopf voller Geschichten und ein Lächeln im Gesicht. Es ist ein stiller Glanz, der die Antiquariate umgibt. Ein Glanz, den man Seite für Seite und Buch für Buch in sein Leben holen kann und sollte.

Anbei noch ein paar Tipps, wie man die Welt der Antiquariate weiter für sich entdecken kann:

  • Einfach mal in die kleinen, versteckten Gassen und um die nächste Straßenecke schauen: Vielleicht verbirgt sich dort eine Schatzkiste voller Bücher!
  • Das größte Antiquariat Deutschlands in Hennwack, Berlin ist sicher einen Ausflug wert.
  • Seit 1962 gibt es jährlich die Stuttgarter Antiquariatsmesse – mit Veranstaltungen, Gesprächen und vor allem jeder Menge Bücher lohnt sich ein Besuch allemal.
  • Bücherdörfer – klingt das nicht fantastisch? Allein in Deutschland gibt es mehrere sogenannte Bücherdörfer, die besonders viele Antiquariate haben: Langenberg, Mühlbeck/Friedersdorf, Müllenbach und Wünsdorf Waldstadt sind für Bücherwürmer ein wahres Paradies!

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