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Blogbeitrag Nachwuchsblog

Im Kurzportrait: Svenja Schaller.

Buchhändlerin und Verlagsmitarbeiterin Svenja Schaller im Kurzportrait des [ˈnaːxvuːks]blogs – über die unbedingte Liebe zum Buch und den Willen, die eigene Begeisterung mit anderen zu teilen.
Erstellt am 16.07.2021


Hey Svenja! Stell Dich doch einmal kurz vor:

Hallo! Wo fange ich an? Nach dem Abi habe ich Germanistik studiert, bin an dem großen Ausmaß Theorie etwas verzweifelt und habe dann direkt mit Studienabschluss meine Ausbildung zur Sortimentsbuchhändlerin angefangen (Fun Fact: Für meine mündliche Prüfung musste ich mir dann einen Tag freinehmen, so Schlag auf Schlag ging das Ganze). Und jetzt, mit abgeschlossener Ausbildung, arbeite ich als Vertriebs- und Marketingassistentin bei der Büchergilde Gutenberg in Frankfurt.

 

Was war für Dich wegweisend, die „Ausfahrt Buchbranche“ zu nehmen?

Ich glaube, für mich gab es nicht „den einen“ Punkt, an dem ich in die Buchbranche abgebogen bin. Sobald ich wusste, dass es eine Möglichkeit gibt, mich mit Büchern zu umgeben und damit auch noch Geld zu verdienen, stand der Weg für mich fest. Damals dürfte ich ca. 8 Jahre alt gewesen sein. Um in der Metapher zu bleiben: Ich habe zwar zwischendurch mal andere Ausfahrten beäugt, aber mein Weg führte dann doch recht stringent in die Buchhandlung – erst als Kundin, dann als Buchhändlerin.

 

Welches Gefühl hast Du beim Umblättern einer Buchseite?

Meistens bin ich so verloren in der Geschichte, dass ich das Umblättern gar nicht bewusst wahrnehme.

 

Welches Buch nimmst Du immer wieder in die Hand?

Ich glaube, meine Bücher von Tolkien sehen teilweise ein wenig abgenutzt aus, weil ich sie manchmal einfach gerne in die Hand nehme und streichle, damit sie wissen, dass ich sie noch lieb habe, auch wenn ich sie nicht jedes Jahr erneut lesen kann.

 

Wonach greifst Du in der Buchhandlung als erstes?

Nach meinem Namensschild. Nein, das stimmt ja überhaupt nicht mehr! Ich weiß es tatsächlich nicht. Wahrscheinlich nach dem ersten Buch, bei dem mich das Cover anspricht und dann arbeite ich mich langsam durch das Programm.

 

Wenn Dich jemand nach einem Anekdötchen aus dem Arbeitsalltag fragt…

… fallen mir zu viele kleine Momente ein, um nur einen herauszupicken, sowohl mit Kolleg:innen als auch mit Kund:innen. Ich fürchte, die meisten davon entspringen einfach einer gewissen Situationskomik, die sich nicht gut nacherzählen lässt. Aber damit die Antwort nicht zu langweilig ist: Kurz vor Weihnachten habe ich meiner Mutter geholfen Geschenke einzupacken; aus lauter Gewohnheit habe ich sie gefragt, ob ich markieren soll, was in welchem Päckchen ist, obwohl es 1. nur drei Sachen, 2. nur noch zwei Stunden bis zur Bescherung und 3. alle Geschenke für dieselbe Person waren. Sie war sehr verwirrt und ich fertig mit den Nerven.

 

Dein Ratschlag für den Nachwuchs: Wie kann der Einstieg in die Branche gelingen?

Reden. Egal mit wem, redet einfach drauflos, nutzt jede Möglichkeit, um Euch zu unterhalten, zu netzwerken und um neue Leute kennen zu lernen. (Ich weiß, das klingt immer so lapidar, wenn man das von anderen hört, aber es stimmt!) Und seid begeistert von dem, was ihr tut. Kompetenz ist nur die halbe Miete, gerade unsere Branche lebt von der unbedingten Liebe zum Buch und dem Willen, die eigene Begeisterung mit anderen zu teilen.


16.09.2021

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14.09.2021

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Über die mysteriöse Krankheit der Bibliomanie und warum schenken gesünder zu sein scheint, als zu sammeln – Felix Meurer rezensiert für Euch das Büchlein »Bibliomanie« von Gustave Flaubert, in der schmucken, illustrierten Ausgabe der Insel-Bibliothek.

13.08.2021

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