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Boualem Sansal zu 5 Jahren Haft verurteilt: Börsenverein fordert sofortige Freilassung

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zeigt sich zutiefst erschüttert über die Verurteilung.
Erstellt am 27.03.2025


Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zeigt sich zutiefst erschüttert über die Verurteilung des algerischen Schriftstellers Boualem Sansal zu 5 Jahren Haft. Dieses Urteil stellt einen gravierenden Angriff auf die Freiheit des Wortes und die Menschenrechte dar.

„Wir sind fassungslos und bestürzt angesichts der Verurteilung des Schriftstellers und Friedenspreisträgers Boualem Sansal durch die algerische Justiz“, erklärt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. „Die Verurteilung eines Autors aufgrund seiner friedlichen Meinungsäußerung ist inakzeptabel und widerspricht den grundlegenden Prinzipien der Menschenrechte.“ 

Boualem Sansal, der 2011 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, wurde im November 2024 bei seiner Ankunft am Flughafen Algier verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, die „Existenzberechtigung der algerischen Nation“ sowie deren historische Grenzen infrage gestellt zu haben. 

Boualem Sansal hat sich stets für den Dialog zwischen den Kulturen und für die Förderung von Frieden und Verständigung eingesetzt. Der Börsenverein ruft die internationale Gemeinschaft, insbesondere die deutsche Bundesregierung, die Europäische Union und die Vereinten Nationen, dazu auf, sich entschieden für die Freilassung von Boualem Sansal einzusetzen und gegenüber der algerischen Regierung deutlich Stellung zu beziehen. 

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Merlin Verlag und das Kulturmagazin Perlentaucher haben einen Appell ins Leben gerufen, der die sofortige Freilassung von Boualem Sansal fordert und den Interessierte unterschreiben können. Zudem gibt es eine Spendenaktion der Stiftung Freedom of Expression des Börsenvereins zur finanziellen Unterstützung des juristischen Beistands. Alle Informationen dazu auf der Webseite des Friedenspreises unter: Solidarität mit Boualem Sansal
 


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