Bundesverband

Statement des Börsenvereins: „Pariser KI-Gipfel für Kreativbranchen enttäuschend“

Peter Kraus vom Cleff: Wichtige Forderungen der Kreativbranche seien ignoriert worden.
Erstellt am 13.02.2025


Statement des Börsenvereins zum Pariser KI-Gipfel, 13.2.2025

Am Montag und Dienstag diskutierten beim „Artificial Intelligence Action Summit“ in Paris Vertreter*innen von rund 60 Ländern über Einsatzmöglichkeiten und Rahmenbedingungen von KI. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vermisst in der Pariser Abschlusserklärung deutlich die Belange der Kultur- und Kreativwirtschaft. 

Peter Kraus vom Cleff, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins: 
„Der Paris KI-Gipfel endet für die Kultur- und Kreativbranche enttäuschend. Es ist gut und wichtig, dass sich die Teilnehmenden für nachhaltige und ethische Leitlinien beim Einsatz von KI stark machen. Die wichtigen Forderungen der Kreativbranchen nach Achtung der Urheberrechte, Etablierung von Lizenzmodellen und Transparenzregeln wurden aber vollkommen ignoriert. Der Mythos, dass Regulierung von KI ein Innovationshemmnis sein muss, bestimmte leider auch diesen Gipfel. Das Gegenteil ist der Fall: Gezielte Regulierung fördert Innovation, weil sie Rechtssicherheit schafft. Wir dürfen nicht in die Falle von Big Tech tappen und die Fehler, die bei den Plattformen gemacht wurden, bei KI wiederholen.“

Die Kreativbranchen hatten im Vorfeld des Gipfels ihre Forderungen eingebracht. Sie sind in einem gemeinsamen Statement nachzulesen: Paris AI Summit - Joint Statement from International Creative and Cultural Sectors – International Publishers Association.

Die Europäische Kommission hat jetzt die derzeit verhandelte Richtlinie über KI-Haftung zurückgezogen – was als direkte Reaktion auf den Pariser Gipfel gesehen werden kann. Diese Richtlinie, so der Börsenverein, wäre eine Chance, klare Regeln für den Fall aufzustellen, dass durch KI Schäden angerichtet werden. Dies stelle keine Behinderung von Innovation dar, sondern gewährleiste den Schutz, den die Bürger*innen der EU erwarten dürfen, wenn Fehler passieren.
 


26.02.2026

Vorlesewettbewerb 2026: Lesebegeisterung erlebbar machen

Leselust als Voraussetzung für Lesekompetenz / bundesweiter Vorlesewettbewerb setzt wichtigen Impuls und macht Lesebegeisterung erlebbar / Start der Bezirksentscheide Mitte März / erneut Steigerung bei den Teilnahmezahlen in In- und Ausland

25.02.2026

Vom Experiment zum Standard: Wie KI die Arbeit in Buchverlagen verändert

Die Interessengruppe (IG) Digital des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veröffentlicht in Kooperation mit der Unternehmensberatung Highberg die zweite Studie zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in deutschen Buchverlagen.

24.02.2026

Dietmar Dath erhält Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2026

Auszeichnung für kritische Texte zu einem breiten Themenspektrum / Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins vergibt den Preis gemeinsam mit dem Börsenblatt / Verleihung am 19. März auf der Leipziger Buchmesse