ABC des Zwischenbuchhandels

Im November 2017 erschien die achte Auflage des ABC des Zwischenbuchhandels:

Download: ABC des Zwischenbuchhandels, 8. Auflage (PDF)

Auf Anfrage erhalten Interessierte ein gedrucktes Exemplar. Kontakt: Anke Simon, Leitung Ressort Zwischenbuchhandel, Telefon: 069 1306-599 , E-Mail: zwibu@boev.de.

Open Access

Die Idee vom „offenen Zugang“ zu wissenschaftlichen Ergebnissen entstand im angelsächsischen Sprachraum und nimmt ein altes Anliegen von Wissenschaftlern auf, nämlich freien Zugang zu allen Forschungsergebnissen zu haben, um nicht durch Zugangsbarrieren oder Bezahlschranken an der Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und wichtiger Forschungsergebnisse gehindert zu werden. Im Rahmen des politischen Umfelds ist aus dem Open Access wissenschaftlicher Erkenntnisse der Open Content geworden. Dort halten nicht nur Wissenschaftler alles selbst (oder ihre Hochschulen/Institute) in Händen, um ihre Erkenntnisse mit der „Scientific Community“ zu teilen, sondern jeder Internetnutzer (User) soll freien Zugang zu allen Inhalten im Netz haben, um sie anzusehen, zu lesen, zu bearbeiten (Wiki) oder auch auf einen Datenträger herunterzuladen. Um die Content-Lieferanten (Urheber) nicht finanziell auszutrocknen, sind verschiedene Bezahlmodelle in der Diskussion: von der Flatrate (Monatspauschale unabhängig von der Intensität der Nutzung) über eine Gebühr pro Haushalt (ähnlich den Rundfunk- und Fernsehgebühren, die aber ein öffentlich, rechtliches System voraussetzen), bis zu diversen Abonnement-Modellen. In der Diskussion um den Open Access gehen die Protagonisten davon aus, dass die Urheber (Autoren) als Professoren oder wissenschaftliche Mitarbeiter ein gesichertes Einkommen haben und deshalb ihre Forschungsergebnisse – auch im eigenen Interesse – kostenlos zur Verfügung stellen sollen. Damit sind die Geschäftsmodelle der wissenschaftlichen Verlage und des wissenschaftlichen (Fach-)Buchhandels in Frage gestellt, während beim Open Content der gesamte Buchhandel, also vom Herstellenden über den Verbreitenden bis zum Zwischenbuchhandel, betroffen ist, weil es beim Open Content keine Geschäftsmodelle mehr gibt, bei denen der User (Nutzer/Leser) bezahlt. Die Finanzierung erfolgt nicht nur durch Werbung und Verlinkung, sondern auch in Form des Sammelns und „Auswertens“ zum Verkauf von Daten und Adressen und deren „Traffic“ (Wer hat was wann wo angesehen, bestellt, gemeldet?).