ABC des Zwischenbuchhandels

Im November 2017 erschien die achte Auflage des ABC des Zwischenbuchhandels:

Download: ABC des Zwischenbuchhandels, 8. Auflage (PDF)

Auf Anfrage erhalten Interessierte ein gedrucktes Exemplar. Kontakt: Sarah Harnecker, Leitung Ressort Zwischenbuchhandel, Telefon: 069 1306-312 , E-Mail: zwibu@boev.de.

Das Glossar wird nach und nach aktualisiert. 

Schulbücher

Bis in die 1970er Jahre gab es einige wenige Schulbuch-Barsortimente (Spezialbarsortimente). Das Barsortiment Umbreit baute neben dem allgemeinen Barsortiment ein Spezialbarsortiment für Schulbücher allgemeinbildender Schulen auf und bietet verschiedene Modelle für die Abwicklung von Schulbuchaufträgen an. 1995 zogen KNV und Libri nach und nahmen ebenfalls die Bücher allgemeinbildender Schulen auf Lager. Ähnliche Abwicklungsmodelle wie Umbreit bietet seit einigen Jahren auch die KiBuLa GmbH an, die im Kreise der eBuch entstanden ist. Die Schulbuchverlage geben den Barsortimenten für Schulbücher und teilweise auch für Lernhilfen („Nachmittagsmarkt“) i. d. R. keinen Funktionsrabatt, der sie in die Lage versetzt, zum Grundrabatt oder gar zum Originalrabatt zu liefern. Deshalb liegen die Abgaberabatte der Barsortimente bei Schulbüchern und u. U. auch bei Lernhilfen – als Ausnahme von der Regel (vgl. die Bedeutung des Begriffs: Barsortiment) – unter den Rabatten, die Schulbuchverlage dem Einzelhandel gewähren. Ähnlich wie in der pharmazeutischen Industrie spielt bei den Schulbuchverlagen der Absatzkanal eine untergeordnete Rolle. Letztlich entscheiden die Lehrer (wie bei Medikamenten die Ärzte) darüber, welche Bücher an ihren Schulen Verwendung finden; deshalb besucht der Außendienst der Schulbuchverlage die Schulen und nicht die Buchhandlungen und deshalb werden immer die „richtigen“ Titel an die Schulen gelangen, ob auf direktem Wege (wie früher in zwei Bundesländern) oder über den Verbreitenden Buchhandel und spezialisierte Schulbuchhändler (u. U. aus anderen Branchen), ggf. auch über den gestuften Absatz der Barsortimente und der Buchhandlungen. Da für die Zulassung der Schulbücher in den einzelnen Bundesländern deren Ladenpreise (nach Aussagen der Schulbuchverlage) äußerst knapp kalkuliert werden müssen, gibt es (angeblich) kaum einen Spielraum für die Einräumung eines Funktionsrabattes an die Barsortimente. Dass die Buchhändler dennoch Schulbücher mit gekürzten Rabatten (d. h. unter den Grundrabatten der Schulbuchverlage) über die Barsortimente beziehen, liegt entweder daran, dass sie die großen Sammelaufträge in Ländern mit Lernmittelfreiheit nicht (alleine) bewältigen, oder daran, dass sie zu Schulbeginn kein ausreichend breites und tiefes Lager an Schulbüchern unterhalten können (Platz und Finanzierungsfrage, Remissionsproblematik) und deshalb in kurzer Zeit (Alle Schüler wollen ihre Bücher möglichst am ersten/zweiten Schultag!) sehr viele Schulbücher besorgt werden müssen (insbesondere in Ländern ohne Lernmittelfreiheit), was über den Internetbuchhandel für immer mehr Eltern/Schüler sehr viel bequemer geht. Die digitale Welt hält nach und nach Einzug in den Schulen bzw. in den Klassenzimmern. Das beginnt mit dem Ersetzen der Wandtafeln durch Whiteboards und endet bei mobilen Geräten, mit deren Hilfe die Schüler in der Schule, unterwegs und daheim jederzeit Zugriff auf Lehr- und Lerninhalte haben. Je mehr sich der Unterricht von gedruckten Verlagserzeugnissen entfernt, desto weniger wird der Verbreitende Buchhandel und damit auch der Zwischenbuchhandel (noch) eine Rolle im Schulbuchgeschäft spielen (vgl. E-Commerce). www.vds.bildungsmedien.de, www.digitale-schulbuecher.de, www.schulbuch-o-mat.de